Nutzerspezifische Medienangebote für die Generation Z – Eine Untersuchung am Beispiel von FUNK
摘要
Jugendlichen und jungen Erwachsenen steht heute ein breites Medienrepertoire zur Verfügung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass diese Zielgruppe die meisten Informationen und Nachrichten fast ausschließlich über mobile Endgeräte und somit über das Internet konsumiert: Laut mpfs 2024 surfen 97 % der 14–29-Jährigen – die Generation Z – täglich oder mehrmals in der Woche mit ihrem Smartphone: Knapp 93 % hören Musik und 85 % schauen Videos über das Internet; Video-Streaming-Dienste nutzen sogar 68 %. Unter den Apps sind WhatsApp zur Kommunikation sowie YouTube zur Unterhaltung am beliebtesten. Darüber hinaus erreichen Medienunternehmen Jugendliche und junge Erwachsene inhaltlich nicht gleichermaßen. Denn: Ein 14-jähriger Schüler sucht online nach ganz anderen Dingen als eine 26-jährige Studentin. Darin liegt für Medienunternehmen eine enorme Herausforderung begründet, jüngere Zielgruppen anzusprechen. Der Beitrag beschäftigt sich deshalb mit der Analyse des deutschen Online-Content-Netzwerks Funk. Funk ist das junge, öffentlich-rechtliche Medienangebot von ARD/ZDF und ging 2016 ausschließlich als Online-Angebot an den Start. Es richtet sich konkret an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 29 Jahren. Bei genauerer Betrachtung scheint Funk gegenüber seiner Zielgruppe vieles richtig zu machen: Das Netzwerk bespielt die eigene App funk.net – als öffentlich-rechtliche Mediathek – mit verschiedenen Medienformaten zu unterschiedlichen Themen sowie zahlreiche Social-Media-Plattformen, auf denen spannende, informierende, kritische und unterhaltende Medieninhalte veröffentlicht werden. Daher untersucht der Beitrag, worin der zunehmende Erfolg des Netzwerks tatsächlich begründet ist, und analysiert nach Kriterien wie zielgruppengerechte Medienformate, Content und Ansprechhaltung sowie Interaktion durch User Generated Content den Status quo. Ziel ist die Skizzierung einer modernen, zukunftsgerichteten Online-Marketing-Strategie für jüngere Zielgruppen. Zu erwarten ist in Zukunft eine Zunahme der Diskursfähigkeit dieser Zielgruppe in den digitalen Medien; verbunden mit der Chance, dieser frühzeitig zu begegnen, Vertrauen zu schaffen und geeignete Plattformen bereitzustellen.