Der Beitrag untersucht das Recht auf Gesundheit von Frauen ohne Papiere in Deutschland während der Schwangerschaft und Geburt sowie das Recht auf eine Geburtsurkunde für in Deutschland geborene Kinder dieser Frauen. Die zentrale Frage lautet, wie der Zugang zu Gesundheitsversorgung für Frauen ohne Papiere und ihre Kinder im Kontext der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen verbessert werden kann. Der Beitrag analysiert zunächst die menschenrechtlichen Verpflichtungen Deutschlands, insbesondere in Bezug auf reproduktive Gesundheit und Geburtenregistrierung. Es werden die Herausforderungen beschrieben, die Frauen ohne Papiere bei der Inanspruchnahme von Gesundheitsdiensten während der Schwangerschaft und Geburt begegnen, insbesondere aufgrund der bestehenden Übermittlungspflicht öffentlicher Stellen. Diese führen dazu, dass Frauen ohne Papiere de facto keinen Zugang zu Gesundheitsdiensten erhalten. Eine Einschränkung der Übermittlungspflicht ist dringend erforderlich, um das Recht auf reproduktive Gesundheit zu gewährleisten. Zudem beleuchtet der Beitrag die Barrieren für Kinder ohne Geburtsurkunde, die durch eine oftmals restriktive Praxis der Standesämter entstehen. Die Arbeit schließt mit der Empfehlung, den Zugang zu Geburtsurkunden für alle Kinder zu sichern, unabhängig von der Identität der Mutter.

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Ohne Papiere, kein Zugang zur reproduktiven Gesundheit und zur Geburtsurkunde?!

  • Sophie Funke,
  • Lê Phan-Warnke,
  • Maike Grube,
  • Juliane Steffes

摘要

Der Beitrag untersucht das Recht auf Gesundheit von Frauen ohne Papiere in Deutschland während der Schwangerschaft und Geburt sowie das Recht auf eine Geburtsurkunde für in Deutschland geborene Kinder dieser Frauen. Die zentrale Frage lautet, wie der Zugang zu Gesundheitsversorgung für Frauen ohne Papiere und ihre Kinder im Kontext der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen verbessert werden kann. Der Beitrag analysiert zunächst die menschenrechtlichen Verpflichtungen Deutschlands, insbesondere in Bezug auf reproduktive Gesundheit und Geburtenregistrierung. Es werden die Herausforderungen beschrieben, die Frauen ohne Papiere bei der Inanspruchnahme von Gesundheitsdiensten während der Schwangerschaft und Geburt begegnen, insbesondere aufgrund der bestehenden Übermittlungspflicht öffentlicher Stellen. Diese führen dazu, dass Frauen ohne Papiere de facto keinen Zugang zu Gesundheitsdiensten erhalten. Eine Einschränkung der Übermittlungspflicht ist dringend erforderlich, um das Recht auf reproduktive Gesundheit zu gewährleisten. Zudem beleuchtet der Beitrag die Barrieren für Kinder ohne Geburtsurkunde, die durch eine oftmals restriktive Praxis der Standesämter entstehen. Die Arbeit schließt mit der Empfehlung, den Zugang zu Geburtsurkunden für alle Kinder zu sichern, unabhängig von der Identität der Mutter.