Das Konzept der Komplizenschaft beschreibt das Mitwirken von Kindern an ihrer eigenen Unterordnung durch die Reproduktion machtvoller generationaler Verhältnisse, in denen sie die Unterlegenen sind. Komplizenschaft ist eine Form, wie Macht und Herrschaft symbolisch ausgeübt und aufrechterhalten werden, ohne dass eine offensive oder bewusste Gewalteinwirkung stattfinden muss. Die rekonstruierten generationalen Ordnungspraktiken in den Äußerungen der Kinder eignen sich in besonderer Weise für eine machttheoretische Betrachtungsweise: Zum einen ist die generationale Ordnung eine Machtordnung par excellence, zum anderen ist die Praxis, Kinder zu einer gesellschaftlichen Ordnung ins Verhältnis zu setzen, typisch, um darüber ihre Disziplinierung zu legitimieren.

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Ambivalente Komplizenschaft im Sprechen über Kindheit und Erwachsenheit

  • Miriam Kost

摘要

Das Konzept der Komplizenschaft beschreibt das Mitwirken von Kindern an ihrer eigenen Unterordnung durch die Reproduktion machtvoller generationaler Verhältnisse, in denen sie die Unterlegenen sind. Komplizenschaft ist eine Form, wie Macht und Herrschaft symbolisch ausgeübt und aufrechterhalten werden, ohne dass eine offensive oder bewusste Gewalteinwirkung stattfinden muss. Die rekonstruierten generationalen Ordnungspraktiken in den Äußerungen der Kinder eignen sich in besonderer Weise für eine machttheoretische Betrachtungsweise: Zum einen ist die generationale Ordnung eine Machtordnung par excellence, zum anderen ist die Praxis, Kinder zu einer gesellschaftlichen Ordnung ins Verhältnis zu setzen, typisch, um darüber ihre Disziplinierung zu legitimieren.