Vorbemerkung
摘要
Die Dissertation untersucht, wie die Konstitution von Mehrkindfamilien die Bildungswege von Kindern mit palästinensischer Migrationsbiografie beeinflusst. Es zeigt sich, dass insbesondere die Flucht- und Migrationsgeschichten der Elterngeneration nachhaltig auf die zweite Generation wirken. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sich Erfahrungen von Flucht und Ankommen tief im Familiengedächtnis verankern und Bildungsentscheidungen der Kinder wesentlich prägen. Methodisch basiert die Studie auf fallrekonstruktiver Biografieforschung mit narrativen Interviews. Theoretisch wird auf Bourdieus Konzepte von Habitus und symbolischer Ordnung zurückgegriffen, um individuelle Erfahrungen im Kontext gesellschaftlicher Machtstrukturen zu analysieren. Die Arbeit reflektiert kritisch die Gefahr der Reproduktion von Stereotypen in der Forschung. Die Dissertation leistet so einen Beitrag zur Dekonstruktion von Herkunftszuschreibungen und eröffnet neue Perspektiven für Forschung und Praxis.