Das strategische Management und Controlling ist in der öffentlichen Verwaltung vor allem durch eine Vielzahl institutioneller, normativer und politischer Besonderheiten gekennzeichnet, welche eine Übertragung privatwirtschaftlicher Modelle nicht per se ausschließen, dennoch herausfordernd erscheinen lassen. Vorliegend werden die grundlegenden Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Herausforderungen strategischer Steuerung im öffentlichen Sektor weitgehend systematisch analysiert, wobei die Differenzierung gegenüber privatwirtschaftlichen Logiken ebenso im Mittelpunkt steht wie die notwendige Einbettung in demokratische Legitimationserfordernisse, rechtliche Bindungen und das Primat der Gemeinwohlorientierung öffentlichen Handelns. Die Besonderheiten der Verwaltungsmodernisierung werden als strategische Daueraufgabe herausgearbeitet, wobei auf Spannungsfelder zwischen Stabilität und Reformdynamiken, Ressourcenkonflikte und Zieldivergenzen eingegangen wird. Dabei wird das strategische Management als kontextabhängiger, dialogisch ausgerichteter Prozess begriffen, weFlcher politische Steuerung, gesellschaftliche Erwartungen und organisationale Strukturen miteinander verbindet. Controlling wird dabei als integrativer Bestandteil strategischer Steuerung verstanden, welcher nicht nur der Effizienz- und Wirkungskontrolle, sondern auch der Legitimation und lernorientierten Anpassung dient. Abschließend wird deutlich, dass strategisches Management und Controlling im öffentlichen Sektor nicht bereits durch technische Standardisierung, sondern vielmehr durch institutionelle Anschlussfähigkeit, politische Einbettung und kulturelle Passung wirksam werden.

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Strategisches Management und Controlling in der öffentlichen Verwaltung

  • Julian Walter Maurer

摘要

Das strategische Management und Controlling ist in der öffentlichen Verwaltung vor allem durch eine Vielzahl institutioneller, normativer und politischer Besonderheiten gekennzeichnet, welche eine Übertragung privatwirtschaftlicher Modelle nicht per se ausschließen, dennoch herausfordernd erscheinen lassen. Vorliegend werden die grundlegenden Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Herausforderungen strategischer Steuerung im öffentlichen Sektor weitgehend systematisch analysiert, wobei die Differenzierung gegenüber privatwirtschaftlichen Logiken ebenso im Mittelpunkt steht wie die notwendige Einbettung in demokratische Legitimationserfordernisse, rechtliche Bindungen und das Primat der Gemeinwohlorientierung öffentlichen Handelns. Die Besonderheiten der Verwaltungsmodernisierung werden als strategische Daueraufgabe herausgearbeitet, wobei auf Spannungsfelder zwischen Stabilität und Reformdynamiken, Ressourcenkonflikte und Zieldivergenzen eingegangen wird. Dabei wird das strategische Management als kontextabhängiger, dialogisch ausgerichteter Prozess begriffen, weFlcher politische Steuerung, gesellschaftliche Erwartungen und organisationale Strukturen miteinander verbindet. Controlling wird dabei als integrativer Bestandteil strategischer Steuerung verstanden, welcher nicht nur der Effizienz- und Wirkungskontrolle, sondern auch der Legitimation und lernorientierten Anpassung dient. Abschließend wird deutlich, dass strategisches Management und Controlling im öffentlichen Sektor nicht bereits durch technische Standardisierung, sondern vielmehr durch institutionelle Anschlussfähigkeit, politische Einbettung und kulturelle Passung wirksam werden.