Die Auseinandersetzung mit „She-Ra and the Princesses of Power" macht deutlich, dass sich hier ein audiovisueller Möglichkeitsraum konstituiert, innerhalb dessen die Prinzessinnenrolle durch vielschichtige Varianz sowie durch facettenreiche Perspektiven der Selbstverortung geprägt ist. Ebenso werden innerhalb der audiovisuellen Erzählung stereotype Geschlechterzuschreibungen im Kontext der Darstellung von Männlichkeit dekonstruiert, alternative und positiv bewertete Verhaltensmuster für männliche Figuren vorgeführt. Durch das Aufzeigen der Heldinnenreisen der beiden Protagonistinnen Adora und Catra werden dem Möglichkeitsraum zudem Anknüpfungspunkte im Kontext zeitgenössischer, gesellschaftlicher Anforderungen hinzugefügt, Individualisierung, Pluralisierung und Vielfalt abgebildet und verhandelt, in der Konfrontation mit negativ besetzten patriarchalen Restriktionen gestärkt. Durch eine parteiliche Fürsprache wird in überspitzter Perfektion eine angestrebte Utopie, das Wunschbild einer heilen Welt als Happy End, Gleichberechtigung und Freiheit als Elixier zur ‚Genesung’ der Welt präsentiert, ein Paradies aus Akzeptanz und Gemeinschaft geschaffen, welches zum Nachdenken und Träumen, zur gedanklichen Auseinandersetzung mit diesem Möglichkeitsraum der Vielfalt aufruft und anregt. 

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„She-Ra and the Princesses of Power“ als Möglichkeitsraum der Vielfalt

  • Denis Sasse

摘要

Die Auseinandersetzung mit „She-Ra and the Princesses of Power" macht deutlich, dass sich hier ein audiovisueller Möglichkeitsraum konstituiert, innerhalb dessen die Prinzessinnenrolle durch vielschichtige Varianz sowie durch facettenreiche Perspektiven der Selbstverortung geprägt ist. Ebenso werden innerhalb der audiovisuellen Erzählung stereotype Geschlechterzuschreibungen im Kontext der Darstellung von Männlichkeit dekonstruiert, alternative und positiv bewertete Verhaltensmuster für männliche Figuren vorgeführt. Durch das Aufzeigen der Heldinnenreisen der beiden Protagonistinnen Adora und Catra werden dem Möglichkeitsraum zudem Anknüpfungspunkte im Kontext zeitgenössischer, gesellschaftlicher Anforderungen hinzugefügt, Individualisierung, Pluralisierung und Vielfalt abgebildet und verhandelt, in der Konfrontation mit negativ besetzten patriarchalen Restriktionen gestärkt. Durch eine parteiliche Fürsprache wird in überspitzter Perfektion eine angestrebte Utopie, das Wunschbild einer heilen Welt als Happy End, Gleichberechtigung und Freiheit als Elixier zur ‚Genesung’ der Welt präsentiert, ein Paradies aus Akzeptanz und Gemeinschaft geschaffen, welches zum Nachdenken und Träumen, zur gedanklichen Auseinandersetzung mit diesem Möglichkeitsraum der Vielfalt aufruft und anregt.