In einer vergleichenden Analyse wird auf die gemeinsamen Aspekte bei der realen und mentalen Raumnutzung verwiesen, die das Raumempfinden des Nutzers beeinflussen und dadurch seine Raumerfahrung erweitern. Explizit wird hinterfragt, ob für den immersiven Bildraum einer grafischen Benutzeroberfläche ähnliche Gestaltungsrichtlinien gelten wie für einen realen Raum und welche Gestaltungsmerkmale die räumliche Vorstellungskraft des Nutzers fördern und ein positives Raumerlebnis initiieren. In diesem Kontext wird noch einmal darauf verwiesen, dass im Unterschied zu einem realen Raum, dessen Dimensionen sichtbar sind, der Informations- und Handlungsraum des Internets zwar nur in der Vorstellung des Nutzers existiert, aber von ihm durchaus physisch wahrgenommen werden kann. Die Wahrnehmungsfähigkeit dieses mentalen Raumes wird sowohl vom Systemischen Design der grafischen Benutzeroberfläche als auch von der Vorstellungskraft des Nutzers bestimmt, die sehr unterschiedlich ausgeprägt ist, da sie auf individuellen Erfahrungswerten mit der natürlichen Umwelt beruht. Generell bemisst sich die Nutzungsqualität eines mentalen Raumes an seiner Immersionskraft, die letztendlich darüber entscheidet, inwieweit sich der Nutzer darin wohlfühlt und zurechtfindet. Wie der Nutzer einen mentalen Raum empfindet, hängt ebenso wie bei der Nutzung eines realen Raumes, neben den objektiven Eigenschaften des Ambiente, auch von der subjektiven Stimmungslage des Nutzers ab. Die Nutzungsqualität einer dem Nutzernaturell adäquaten grafischen Benutzeroberfläche ist stets im Spannungsfeld von objektiver Wirkung und subjektiver Interpretation zu bewerten.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Funktional-ästhetische Aspekte interaktiver Raumnutzung

  • Thomas Moritz

摘要

In einer vergleichenden Analyse wird auf die gemeinsamen Aspekte bei der realen und mentalen Raumnutzung verwiesen, die das Raumempfinden des Nutzers beeinflussen und dadurch seine Raumerfahrung erweitern. Explizit wird hinterfragt, ob für den immersiven Bildraum einer grafischen Benutzeroberfläche ähnliche Gestaltungsrichtlinien gelten wie für einen realen Raum und welche Gestaltungsmerkmale die räumliche Vorstellungskraft des Nutzers fördern und ein positives Raumerlebnis initiieren. In diesem Kontext wird noch einmal darauf verwiesen, dass im Unterschied zu einem realen Raum, dessen Dimensionen sichtbar sind, der Informations- und Handlungsraum des Internets zwar nur in der Vorstellung des Nutzers existiert, aber von ihm durchaus physisch wahrgenommen werden kann. Die Wahrnehmungsfähigkeit dieses mentalen Raumes wird sowohl vom Systemischen Design der grafischen Benutzeroberfläche als auch von der Vorstellungskraft des Nutzers bestimmt, die sehr unterschiedlich ausgeprägt ist, da sie auf individuellen Erfahrungswerten mit der natürlichen Umwelt beruht. Generell bemisst sich die Nutzungsqualität eines mentalen Raumes an seiner Immersionskraft, die letztendlich darüber entscheidet, inwieweit sich der Nutzer darin wohlfühlt und zurechtfindet. Wie der Nutzer einen mentalen Raum empfindet, hängt ebenso wie bei der Nutzung eines realen Raumes, neben den objektiven Eigenschaften des Ambiente, auch von der subjektiven Stimmungslage des Nutzers ab. Die Nutzungsqualität einer dem Nutzernaturell adäquaten grafischen Benutzeroberfläche ist stets im Spannungsfeld von objektiver Wirkung und subjektiver Interpretation zu bewerten.