Die einzelnen Phasen des visuellen Kommunikationsprozesses werden erläutert und dargestellt, welche Funktion visuellen Zeichencodes beim interaktiven Nutzungsprozess beizumessen sind. Aus der Erkenntnis heraus, dass die Summe aller individuellen Erfahrungswerte das Fundament der visuellen Wahrnehmung bildet, der physische, psychische und physikalische Determinanten zugrunde liegen, wird aufgezeigt, wie Erfahrungswerte in die visuelle Wahrnehmung transferiert werden. Da sich jeder Nutzer aufgrund von individueller Umwelterfahrung sein eigenes visuelles Ordnungssystem schafft, möchte er dieses bewußt oder unbewußt in der Realität wiederfinden. Beim visuellen Wahrnehmungsprozess werden alle bereits verinnerlichten Ordnungsmuster mit der aktuellen Situation abgeglichen, was zu einer Konventionalisierung führt und als Ergebnis den Maßstab für gutes Design bildet. Dabei werden visuelle Elemente geordnet und ganzheitlich als Gestalt interpretiert. Dieser analytische Vorgang des Sehens und Erkennens indiziert formal-ästhetische Qualitätsmerkmale und daraus resultierende Gestaltungsprinzipien, aus denen sich wiederum allgemeingültige Gestaltgesetze ableiten lassen, die den visuellen Konventionen entsprechen. Die zielgerechte Anwendung dieser Gesetze wird mit Beispielen nachvollziehbar erläutert und anschaulich illustriert. Dabei wird auf die subjektiven Eigenheiten im mehrstufigen Verständigungsprozess mittels visueller Zeichen verwiesen, deren Aussehen und Aussage für eine eindeutige Informationsvermittlung unabdingbar sind.

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Prinzipien visueller Wahrnehmung als Voraussetzung visueller Kommunikation

  • Thomas Moritz

摘要

Die einzelnen Phasen des visuellen Kommunikationsprozesses werden erläutert und dargestellt, welche Funktion visuellen Zeichencodes beim interaktiven Nutzungsprozess beizumessen sind. Aus der Erkenntnis heraus, dass die Summe aller individuellen Erfahrungswerte das Fundament der visuellen Wahrnehmung bildet, der physische, psychische und physikalische Determinanten zugrunde liegen, wird aufgezeigt, wie Erfahrungswerte in die visuelle Wahrnehmung transferiert werden. Da sich jeder Nutzer aufgrund von individueller Umwelterfahrung sein eigenes visuelles Ordnungssystem schafft, möchte er dieses bewußt oder unbewußt in der Realität wiederfinden. Beim visuellen Wahrnehmungsprozess werden alle bereits verinnerlichten Ordnungsmuster mit der aktuellen Situation abgeglichen, was zu einer Konventionalisierung führt und als Ergebnis den Maßstab für gutes Design bildet. Dabei werden visuelle Elemente geordnet und ganzheitlich als Gestalt interpretiert. Dieser analytische Vorgang des Sehens und Erkennens indiziert formal-ästhetische Qualitätsmerkmale und daraus resultierende Gestaltungsprinzipien, aus denen sich wiederum allgemeingültige Gestaltgesetze ableiten lassen, die den visuellen Konventionen entsprechen. Die zielgerechte Anwendung dieser Gesetze wird mit Beispielen nachvollziehbar erläutert und anschaulich illustriert. Dabei wird auf die subjektiven Eigenheiten im mehrstufigen Verständigungsprozess mittels visueller Zeichen verwiesen, deren Aussehen und Aussage für eine eindeutige Informationsvermittlung unabdingbar sind.