Einleitung
摘要
Screenografie fördert die Inszenierung von interaktiven Handlungen und basiert sowohl auf den Gesetzen visueller Gestaltung als auch auf den Prinzipien visueller Wahrnehmung und visueller Kommunikation. Es wird erläutert, warum die modernen Softwaresysteme über kulturell- und naturell adaptive Benutzerschnittstellen verfügen sollten und detailliert aufgezeigt, nach welchen Richtlinien diese zu entwickeln sind. In diesem Kontext wird auch hinterfragt, weshalb sich die systematische Gestaltung insbesondere am visuellen Wahrnehmungsprozess orientiert und welche Voraussetzungen dabei zu erfüllen sind, um potenzielle Anwender zur interaktiven Nutzung zu motivieren und zielgerichtet zu den bereitgestellten Funktionen und Informationen zu leiten. Eine systematisch gestaltete grafische Benutzeroberfläche, die als Systemisches Design konzipiert ist, gliedert die Bildschirmoberfläche in Form eines visuellen Gestaltungsrasters, das nicht nur gestalterischen Ansprüchen genügt, sondern auch den Verlauf der interaktiven Nutzung mit einem mehrdimensionalen Informationsfluss regelt. Während das systematische Gestalten den Prozess der Entwicklung charakterisiert, stellt das Systemische Design dessen Ergebnis dar, motiviert im visuellen Ambiente aus Formen und Farben zur interaktiven Nutzung und orientiert im Nutzungsprozess. Alle hier erläuterten screenografischen Richtlinien für das Systemische Design von grafischen Benutzerschnittstellen entsprechen den international gültigen Vorgaben von Accessibility, Usability und Visibility für moderne interaktiv nutzbare Informations- und Kommunikationssysteme, deren verbindliche Standards und Normen vorgestellt und didaktisch nachvollziehbar erläutert werden. Es wird untersucht, ob für grafische Benutzerschnittstellen der mobilen Endgeräte ähnliche Vorgaben gelten wie für die größeren Bildschirme von stationären Computersystemen oder ob deren kleinere Screens modifizierte Gestaltungsparameter benötigen.