Es wird untersucht, inwieweit der aktuelle Entwicklungsstand der Internettechnologien auch die Darstellung und Transferierung von virtuellen Räumen erlaubt und dem Nutzer das Eintauchen in eine auf dem Bildschirm dargestellte virtuelle Welt ermöglicht. In diesem Kontext wird auch erläutert, worin sich die Bildschirmpräsenz von virtuellen Räumen im Internet vom immersiven Bildraum einer grafischen Benutzeroberfläche unterscheidet. Denn im Gegensatz zum mentalen Nutzungsraum des Internets ist ein virtueller Raum visuell darstellbar und daher auch für seine Nutzer sichtbar. Es wird auf die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Phänomens Virtuelle Realität verwiesen sowie auch kritisch hinterfragt, inwieweit illusionistische Eindrücke bei der interaktiven Nutzung von virtuellen Welten die Selbsterfahrung ihrer Nutzer bereichern und welche neuen Anwendungsmöglichkeiten virtueller Realität im Internet daraus erwachsen. Ein beeindruckendes Beispiel aus der aktuellen Medienkunst demonstriert exemplarisch, wie im Spannungsfeld von Illusion und Immersion bei der interaktiven Nutzung virtueller Szenarien neue Ausdrucksmöglichkeiten und Visualisierungsformen entstehen, bei denen die Nutzer zu Protagonisten avancieren. Da die interaktive Nutzung von virtueller Realität zwar immer als Abgleich realer Abbilder erfolgt, aber darüber hinaus auch zu neuen Wahrnehmungserfahrungen führt, wird in Bezug auf die Nutzerpartizipation erläutert, welche neuen Verhaltensmuster bei der interaktiven Nutzung von virtuellen Räumen transferiert werden und wie sie die bisherigen Raumerfahrungen bereichern. Da virtuelle Realität nicht ausschließlich auf visuellen Eindrücken beruht, sondern ganzkörperliche Erfahrung impliziert, können auch visuell nicht wahrnehmbare Räume virtuelle Raumerlebnisse initiieren.

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Virtuelle Realität im Internet

  • Thomas Moritz

摘要

Es wird untersucht, inwieweit der aktuelle Entwicklungsstand der Internettechnologien auch die Darstellung und Transferierung von virtuellen Räumen erlaubt und dem Nutzer das Eintauchen in eine auf dem Bildschirm dargestellte virtuelle Welt ermöglicht. In diesem Kontext wird auch erläutert, worin sich die Bildschirmpräsenz von virtuellen Räumen im Internet vom immersiven Bildraum einer grafischen Benutzeroberfläche unterscheidet. Denn im Gegensatz zum mentalen Nutzungsraum des Internets ist ein virtueller Raum visuell darstellbar und daher auch für seine Nutzer sichtbar. Es wird auf die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Phänomens Virtuelle Realität verwiesen sowie auch kritisch hinterfragt, inwieweit illusionistische Eindrücke bei der interaktiven Nutzung von virtuellen Welten die Selbsterfahrung ihrer Nutzer bereichern und welche neuen Anwendungsmöglichkeiten virtueller Realität im Internet daraus erwachsen. Ein beeindruckendes Beispiel aus der aktuellen Medienkunst demonstriert exemplarisch, wie im Spannungsfeld von Illusion und Immersion bei der interaktiven Nutzung virtueller Szenarien neue Ausdrucksmöglichkeiten und Visualisierungsformen entstehen, bei denen die Nutzer zu Protagonisten avancieren. Da die interaktive Nutzung von virtueller Realität zwar immer als Abgleich realer Abbilder erfolgt, aber darüber hinaus auch zu neuen Wahrnehmungserfahrungen führt, wird in Bezug auf die Nutzerpartizipation erläutert, welche neuen Verhaltensmuster bei der interaktiven Nutzung von virtuellen Räumen transferiert werden und wie sie die bisherigen Raumerfahrungen bereichern. Da virtuelle Realität nicht ausschließlich auf visuellen Eindrücken beruht, sondern ganzkörperliche Erfahrung impliziert, können auch visuell nicht wahrnehmbare Räume virtuelle Raumerlebnisse initiieren.