Im KAHR‐Projekt wurde eine Analyse zur Retention im Ahr‐Einzugsgebiet durchgeführt, um das Rückhaltepotenzial bei Hochwasserereignissen wie im Juli 2021 zu bestimmen. Ein Ziel von 25–33 Mio. m3 Rückhaltevolumen wurde festgelegt, obwohl aufgrund der räumlichen Variabilität von Niederschlägen eigentlich ein Vielfaches nötig wäre. Erste Untersuchungen zeigten, dass durch Landnutzungsanpassungen bis zu 10 Mio. m3 zurückgehalten werden können, wobei weitere Maßnahmen wie Auwaldaufforstungen den Abfluss zusätzlich verlangsamen. Technische Lösungen wie Hochwasserrückhaltebecken sind jedoch essenziell und bieten ein grob abgeschätztes theoretisches Potenzial von bis zu 1000 Mio. m3. Hindernisse für die Umsetzung sind vor allem Flächenverfügbarkeit und konkurrierende Nutzungen. Die frühzeitige Flächensicherung wird als entscheidend für eine effektive Hochwasservorsorge angesehen.

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Wirkanalyse und Umsetzungsbewertung einzugsgebietsweiter Retentionspotenziale für die Ahr

  • Stefanie Stenger-Wolf,
  • Holger Sauter,
  • Jannis Wilkens,
  • Maike Zimmermann,
  • Jörn Birkmann,
  • Holger Schüttrumpf

摘要

Im KAHR‐Projekt wurde eine Analyse zur Retention im Ahr‐Einzugsgebiet durchgeführt, um das Rückhaltepotenzial bei Hochwasserereignissen wie im Juli 2021 zu bestimmen. Ein Ziel von 25–33 Mio. m3 Rückhaltevolumen wurde festgelegt, obwohl aufgrund der räumlichen Variabilität von Niederschlägen eigentlich ein Vielfaches nötig wäre. Erste Untersuchungen zeigten, dass durch Landnutzungsanpassungen bis zu 10 Mio. m3 zurückgehalten werden können, wobei weitere Maßnahmen wie Auwaldaufforstungen den Abfluss zusätzlich verlangsamen. Technische Lösungen wie Hochwasserrückhaltebecken sind jedoch essenziell und bieten ein grob abgeschätztes theoretisches Potenzial von bis zu 1000 Mio. m3. Hindernisse für die Umsetzung sind vor allem Flächenverfügbarkeit und konkurrierende Nutzungen. Die frühzeitige Flächensicherung wird als entscheidend für eine effektive Hochwasservorsorge angesehen.