Wir alle müssen uns ernähren und was wir essen, das hat direkten Einfluss auf uns und unsere Umwelt. Der Artikel Greenwashing als Vertrauenskrise im Lebensmittelsektor behandelt eine gängige Krisensituation im Bereich des Green Marketing und beantwortet dabei folgende Fragen: Wie kann man soziologisch erklären, dass Menschen beim Einkauf Marken und nicht Menschen ihr Vertrauen schenken? Existiert eine besondere Form des Vertrauens, wenn wir die Beziehung von Menschen zu Waren betrachten? Was passiert, wenn dieses Vertrauen erschüttert wird? Als Beispiel zieht der Beitrag Lebensmittel heran, die aufgrund ihres Charakters besonders vertrauensintensiv sind. Ganz konkret wird dabei der Blick auf eine Greenwashingsituation geworfen, die für sich genommen bereits eine Vertrauenskrise darstellt und evaluiert, inwiefern sich hier die Vertrauensvergabe durch die Krisensituation ändert. Als Hilfskonstruktion wird dabei der gesellschaftlichen Asymmetrie einer Einkaufssituation Rechnung getragen, in dem der Begriff des parasozialen Vertrauens eingeführt wird, welches eine besondere einseitige Form des Konsument:innenvertrauens kennzeichnet. Wie der Beitrag herleitet, ergibt sich daraus einerseits eine medial vermittelte Vertrauensvergabe, andererseits aber auch eine besondere Störanfälligkeit der Vertrauensvergabe, die aufbauend auf den Gedanken von James Coleman analysiert wird.

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Greenwashing als Vertrauenskrise im Lebensmittelsektor

  • Tobias Schnell

摘要

Wir alle müssen uns ernähren und was wir essen, das hat direkten Einfluss auf uns und unsere Umwelt. Der Artikel Greenwashing als Vertrauenskrise im Lebensmittelsektor behandelt eine gängige Krisensituation im Bereich des Green Marketing und beantwortet dabei folgende Fragen: Wie kann man soziologisch erklären, dass Menschen beim Einkauf Marken und nicht Menschen ihr Vertrauen schenken? Existiert eine besondere Form des Vertrauens, wenn wir die Beziehung von Menschen zu Waren betrachten? Was passiert, wenn dieses Vertrauen erschüttert wird? Als Beispiel zieht der Beitrag Lebensmittel heran, die aufgrund ihres Charakters besonders vertrauensintensiv sind. Ganz konkret wird dabei der Blick auf eine Greenwashingsituation geworfen, die für sich genommen bereits eine Vertrauenskrise darstellt und evaluiert, inwiefern sich hier die Vertrauensvergabe durch die Krisensituation ändert. Als Hilfskonstruktion wird dabei der gesellschaftlichen Asymmetrie einer Einkaufssituation Rechnung getragen, in dem der Begriff des parasozialen Vertrauens eingeführt wird, welches eine besondere einseitige Form des Konsument:innenvertrauens kennzeichnet. Wie der Beitrag herleitet, ergibt sich daraus einerseits eine medial vermittelte Vertrauensvergabe, andererseits aber auch eine besondere Störanfälligkeit der Vertrauensvergabe, die aufbauend auf den Gedanken von James Coleman analysiert wird.