Ideologische Kontinuitäten zwischen 1945 und 1989: Esoterik und ‘Hl. Krone’ im Realsozialismus
摘要
Nach 1945 gelangte Ungarn in den unmittelbaren Einflussbereich der stalinistischen, marxistischen Orthodoxie, die aber ebenfalls autoritär war, so dass auch die völkische Ideologie weiterlebte. So erfuhren auch die organischen und die kosmisch-esoterischen Lehren eine Intensivierung, nur verlagerten sie sich in den Untergrund als subkulturelle Sinnsuche im tristen Alltag des Realsozialismus: der Traditionalismus von Béla Hamvas, der so genannte Sumerianismus als Wiederbelebung des Turanismus und als rassentheologische Begründung des ‚kosmischen, weißen Christentums‘ von Ferenc Badiny-Jós (aus dem argentinischen Exil), sowie die so genannte ‚Astralreligion‘ als Wiederbelebung der Steinerschein Theosophie, bzw. Anthroposophie durch Imre Makovecz. Damit im Zusammenhang erlebte auch die Esoterisierung der ‚Hl. Krone‘ eine erneute Intensivierung, sodass in den 1980er Jahren erneut unzählige Verbände mit der ‚Hl. Krone‘ in ihrem Namen erschienen.