Politikökonomik: Wenn Produktmärkte zusätzlich Fairness produzieren sollen
摘要
In diesem Kapitel geht es um die Frage, was sich verändert, wenn der Kern der wettbewerblichen Koordination (Marktwirtschaft) um eine umverteilende Koordination ergänzt wird (z. B. soziale Marktwirtschaft). Wir diskutieren, wann Marktergebnisse als sozial unerwünscht gelten und wie sich Solidaritätsansprüche selbst aus der Perspektive von Produktmärkten begründen lassen. Da solche Ansprüche in der Realität politisch verhandelt werden, tritt neben die ökonomische Macht nun die politische Macht (z. B. Elitenherrschaft). Ob sich Systemergebnisse verbessern oder verschlechtern, wird dann letztlich über die Wechselwirkung von Wirtschafts- und Politiksystem entschieden. Im Extremfall können politökonomische Entwicklungen die Staatlichkeit schwächen (fragiler Staat).