Systemsteuerung: Über netzwerkbasierte Governance und multiple Zukünfte
摘要
Der dritte Teil des Buchs schließt den gedanklichen Kreis, der mit der Sicht auf den Menschen (Teil 1) und dem Verständnis systemischer Zusammenhänge (Teil 2) stufenweise komplexer geworden ist. Die Anreizideen, die uns bisher begegnet sind, gehören entweder zu einem Ansatz der Mainstream-Ökonomik oder einem Ansatz der Schnittstellen-Ökonomik. Nun machen wir aus alldem eine einzige Sichtweise. Als konzeptionelle Rahmung verwenden wir die ganzheitliche Steuerung von Netzwerken (netzwerkbasierte Governance), für die ein instrumenteller Mix aus Regulierung, Kulturentwicklung und Nudging vorgeschlagen wird. Eine solche Systemsteuerung braucht Legitimität und Glaubwürdigkeit in jeder ihrer Dimensionen (politisch, normativ, praktisch), damit Wirtschaft und Gesellschaft sich daran orientieren können und wollen. Das Ganze ist zudem eingebettet in die Akzeptanz der Akteure, dass die Zukunft immer ungewiss ist (multiple Zukünfte). In welcher Gewichtung welche Maßnahmen bei solch einer netzwerkbasierten Governance zum Einsatz kommen, hängt folglich von den Zukunftsbildern ab, welche die Steuerungsverantwortlichen plausibilisieren (z. B. Green Growth), und von den tatsächlich eintretenden Zukunftsentwicklungen.