Das Kapitel führt in die erziehungswissenschaftliche Erforschung pädagogischer Selbstvermessung mit digitalen Artefakten ein. Selbstvermessung wird als verteilte Praxis der Lebensführung begriffen – situiert zwischen Subjekt, Artefakt und Algorithmus – und als Teil eines sich verdichtenden Regimes reflexiver Selbstführung. Im Kontext gesellschaftlicher und digitaler Transformationen verortet, zielt sie auf Lern-, Übungs- und Bildungsprozesse und ist dabei eng mit Wirksamkeitsversprechen von Technik, Designlogiken sowie umfassenden Quantifizierungsdynamiken verflochten. Das Kapitel konturiert die leitende Forschungsfrage entlang zweier Pole: den menschlichen Praxisanteilen einerseits und den artefaktseitigen Zumutungen andererseits. Wie gestaltet sich diese Relation und wie reagieren Selbstvermesser:innen auf pädagogisierende Adressierungen? Das Kapitel verortet die Untersuchung theoretisch – u. a. bildungstheoretisch und übungstheoretisch – und beschreibt den qualitativ-rekonstruktiven Zugang, der das empirische Erkenntnisinteresse trägt.

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Einleitung

  • Franz Krämer

摘要

Das Kapitel führt in die erziehungswissenschaftliche Erforschung pädagogischer Selbstvermessung mit digitalen Artefakten ein. Selbstvermessung wird als verteilte Praxis der Lebensführung begriffen – situiert zwischen Subjekt, Artefakt und Algorithmus – und als Teil eines sich verdichtenden Regimes reflexiver Selbstführung. Im Kontext gesellschaftlicher und digitaler Transformationen verortet, zielt sie auf Lern-, Übungs- und Bildungsprozesse und ist dabei eng mit Wirksamkeitsversprechen von Technik, Designlogiken sowie umfassenden Quantifizierungsdynamiken verflochten. Das Kapitel konturiert die leitende Forschungsfrage entlang zweier Pole: den menschlichen Praxisanteilen einerseits und den artefaktseitigen Zumutungen andererseits. Wie gestaltet sich diese Relation und wie reagieren Selbstvermesser:innen auf pädagogisierende Adressierungen? Das Kapitel verortet die Untersuchung theoretisch – u. a. bildungstheoretisch und übungstheoretisch – und beschreibt den qualitativ-rekonstruktiven Zugang, der das empirische Erkenntnisinteresse trägt.