Die Risikobeurteilung von islamistischen Klient*innen, die auf die Einschätzung und Bewertung des individuellen Gewaltrisikos abzielt, stellt einen wichtigen Teil des ganzheitlichen Fallmanagements dar. Für ihre Durchführung können verschiedene Prognosemethoden und Verfahren genutzt werden, die jedoch nicht uneingeschränkt auf den Bereich Extremismus übertragbar sind. In Fachkreisen wird überdies das Zusammentreffen von psychischen Auffälligkeiten und Erkrankungen und der Hinwendung zum gewalttätigen Extremismus bzw. Terrorismus inklusive präventiver Handlungsstrategien intensiv diskutiert. Diese Faktoren zeigen, dass sich besondere Herausforderungen bei der Risikobeurteilung von islamistischen Klient*innen mit psychischen Auffälligkeiten und Erkrankungen ergeben. Doch wenngleich bestimmte Auffälligkeiten und Erkrankungen eine erhöhte Prävalenz in diesem Bereich aufweisen, ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Fallmanagement eine individuelle Betrachtung. Diese resultiert oftmals nicht unmittelbar aus Risikobewertungsinstrumenten oder einer (Verdachts-)Diagnose, sondern ist vielmehr das Ergebnis einer interdisziplinären Verhaltensbewertung und eines darauf aufbauenden Fallmodells.

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Risikobeurteilung bei islamistischen Klient*innen mit psychischen Auffälligkeiten und Erkrankungen

  • Dominik Irani,
  • Daniela Obster

摘要

Die Risikobeurteilung von islamistischen Klient*innen, die auf die Einschätzung und Bewertung des individuellen Gewaltrisikos abzielt, stellt einen wichtigen Teil des ganzheitlichen Fallmanagements dar. Für ihre Durchführung können verschiedene Prognosemethoden und Verfahren genutzt werden, die jedoch nicht uneingeschränkt auf den Bereich Extremismus übertragbar sind. In Fachkreisen wird überdies das Zusammentreffen von psychischen Auffälligkeiten und Erkrankungen und der Hinwendung zum gewalttätigen Extremismus bzw. Terrorismus inklusive präventiver Handlungsstrategien intensiv diskutiert. Diese Faktoren zeigen, dass sich besondere Herausforderungen bei der Risikobeurteilung von islamistischen Klient*innen mit psychischen Auffälligkeiten und Erkrankungen ergeben. Doch wenngleich bestimmte Auffälligkeiten und Erkrankungen eine erhöhte Prävalenz in diesem Bereich aufweisen, ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Fallmanagement eine individuelle Betrachtung. Diese resultiert oftmals nicht unmittelbar aus Risikobewertungsinstrumenten oder einer (Verdachts-)Diagnose, sondern ist vielmehr das Ergebnis einer interdisziplinären Verhaltensbewertung und eines darauf aufbauenden Fallmodells.