Die Frage, warum Menschen in der Distanzierungsberatung im Phänomenbereich Islamismus therapeutische Angebote ablehnen, ist von großer praktischer und wissenschaftlicher Relevanz. Dieser Artikel untersucht die Ursachen für die Ablehnung von Psychotherapie durch radikalisierte Personen und identifiziert Faktoren, die das Zustandekommen einer Therapie behindern können. Basierend auf wissenschaftlich fundiertem Expert*innenwissen werden drei Hauptkategorien von Ablehnungsgründen herausgearbeitet: allgemeine, religiös-kulturelle und phänomenspezifische Gründe. Die Untersuchung zeigt, dass die Ablehnung einer Therapie oft mit individuellen Überzeugungen und Wahrnehmungen zusammenhängt. Darüber hinaus wird aufgezeigt, dass Berater*innen, Psychotherapeut*innen sowie das soziale Umfeld die Entscheidung für oder gegen eine Therapie beeinflussen können. Ein wichtiger Aspekt der Arbeit ist die Schnittstelle zwischen Distanzierungsberatung und Psychotherapie, die optimiert werden kann, um die Distanzierung radikalisierter Menschen zu unterstützen. Das Ziel dieses Beitrags ist es, praxisorientierte Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die eine effektivere Unterstützung der Klient*innen in ihrem Deradikalisierungsprozess ermöglichen.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Zwischen Psychotherapiebedarf und Klient*innenselbstbestimmung. Hintergründe von Therapieablehnung und mögliche Lösungsansätze für Distanzierungsprozesse im Phänomenbereich Islamismus

  • Vera Dittmar,
  • Anja Herrmann,
  • Anja Joest,
  • Alexander Gesing

摘要

Die Frage, warum Menschen in der Distanzierungsberatung im Phänomenbereich Islamismus therapeutische Angebote ablehnen, ist von großer praktischer und wissenschaftlicher Relevanz. Dieser Artikel untersucht die Ursachen für die Ablehnung von Psychotherapie durch radikalisierte Personen und identifiziert Faktoren, die das Zustandekommen einer Therapie behindern können. Basierend auf wissenschaftlich fundiertem Expert*innenwissen werden drei Hauptkategorien von Ablehnungsgründen herausgearbeitet: allgemeine, religiös-kulturelle und phänomenspezifische Gründe. Die Untersuchung zeigt, dass die Ablehnung einer Therapie oft mit individuellen Überzeugungen und Wahrnehmungen zusammenhängt. Darüber hinaus wird aufgezeigt, dass Berater*innen, Psychotherapeut*innen sowie das soziale Umfeld die Entscheidung für oder gegen eine Therapie beeinflussen können. Ein wichtiger Aspekt der Arbeit ist die Schnittstelle zwischen Distanzierungsberatung und Psychotherapie, die optimiert werden kann, um die Distanzierung radikalisierter Menschen zu unterstützen. Das Ziel dieses Beitrags ist es, praxisorientierte Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die eine effektivere Unterstützung der Klient*innen in ihrem Deradikalisierungsprozess ermöglichen.