„Eine Klärung des Verhältnisses von Individuum und Gemeinschaft erschien mir immer wichtiger für die Lösung aller anderen ethischen und metaphysischen Probleme des menschlichen Lebens“ (Walther 1922:III). Mit diesem Satz führt Gerda Walther in ihre Dissertation ein. Anders als das Zitat vermuten lässt, setzt sie sich in dieser Arbeit jedoch nicht mit dem Verhältnis zwischen Individuum und Gemeinschaft auseinander, sondern fokussiert sich auf die ontologische und phänomenologische Untersuchung der sozialen Gemeinschaft. Wenn die Klärung des Verhältnisses zwischen Individuum und Gemeinschaft aber von so großer Bedeutung ist, warum geht sie dieser Frage nicht nach? Die Antwort auf diese Frage besitzt eine philosophische Relevanz, die Walther erkannte und der sie sich zu stellen versuchte.

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Einleitung

  • Julia Mühl-Sawatzki

摘要

„Eine Klärung des Verhältnisses von Individuum und Gemeinschaft erschien mir immer wichtiger für die Lösung aller anderen ethischen und metaphysischen Probleme des menschlichen Lebens“ (Walther 1922:III). Mit diesem Satz führt Gerda Walther in ihre Dissertation ein. Anders als das Zitat vermuten lässt, setzt sie sich in dieser Arbeit jedoch nicht mit dem Verhältnis zwischen Individuum und Gemeinschaft auseinander, sondern fokussiert sich auf die ontologische und phänomenologische Untersuchung der sozialen Gemeinschaft. Wenn die Klärung des Verhältnisses zwischen Individuum und Gemeinschaft aber von so großer Bedeutung ist, warum geht sie dieser Frage nicht nach? Die Antwort auf diese Frage besitzt eine philosophische Relevanz, die Walther erkannte und der sie sich zu stellen versuchte.