Intergenerationale Schließung – hier verstanden als Sozialkontakte zwischen den Eltern von Schüler:innen innerhalb einer Schulklasse – gilt als bedeutsam für den schulischen Erfolg und kann theoretisch auch den Nachteil geringer bildungsrelevanter Ressourcen kompensieren. Dabei können sich die Zusammenhänge zwischen intergenerational geschlossenen Netzwerken und dem schulischen Erfolg je nach Klassenkontext unterscheiden. Befunde hierzu bestätigen diese Annahmen im Großen und Ganzen. Für Schulklassen, in denen Schüler:innen mit und ohne sonderpädagogische Förderbedarfe (SPF) gemeinsam unterrichtet werden, gibt es keine Forschung zu intergenerational geschlossenen Netzwerken. Der vorliegende Beitrag untersucht deshalb den Zusammenhang zwischen intergenerationaler Schließung und dem schulischen Erfolg in inklusiven Settings und prüft, ob es für Schüler:innen mit SPF kompensatorische Effekte gibt und ob der Effekt vom Anteil an Schüler:innen mit SPF in der Klasse abhängt. Regressionsanalysen auf Basis der INSIDE-Studie (n = 431 Schüler:innen) zeigen einen positiven Zusammenhang zwischen der elterlichen Vernetzung und dem schulischem Erfolg von Schüler:innen mit SPF, wenn der Anteil an Schüler:innen mit SPF in der Klasse niedrig ist. Die Studie liefert damit Hinweise auf mögliche Gelingensbedingungen schulischer Inklusion und ergänzt bisherige Befunde zur intergenerationalen Schließung.

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Intergenerationale Schließung und schulischer Erfolg von Schüler:innen mit sonderpädagogischen Förderbedarfen in inklusiven Klassen

  • Monja Schmitt,
  • Amelie Labsch,
  • Teresa Haller,
  • Cornelia Gresch

摘要

Intergenerationale Schließung – hier verstanden als Sozialkontakte zwischen den Eltern von Schüler:innen innerhalb einer Schulklasse – gilt als bedeutsam für den schulischen Erfolg und kann theoretisch auch den Nachteil geringer bildungsrelevanter Ressourcen kompensieren. Dabei können sich die Zusammenhänge zwischen intergenerational geschlossenen Netzwerken und dem schulischen Erfolg je nach Klassenkontext unterscheiden. Befunde hierzu bestätigen diese Annahmen im Großen und Ganzen. Für Schulklassen, in denen Schüler:innen mit und ohne sonderpädagogische Förderbedarfe (SPF) gemeinsam unterrichtet werden, gibt es keine Forschung zu intergenerational geschlossenen Netzwerken. Der vorliegende Beitrag untersucht deshalb den Zusammenhang zwischen intergenerationaler Schließung und dem schulischen Erfolg in inklusiven Settings und prüft, ob es für Schüler:innen mit SPF kompensatorische Effekte gibt und ob der Effekt vom Anteil an Schüler:innen mit SPF in der Klasse abhängt. Regressionsanalysen auf Basis der INSIDE-Studie (n = 431 Schüler:innen) zeigen einen positiven Zusammenhang zwischen der elterlichen Vernetzung und dem schulischem Erfolg von Schüler:innen mit SPF, wenn der Anteil an Schüler:innen mit SPF in der Klasse niedrig ist. Die Studie liefert damit Hinweise auf mögliche Gelingensbedingungen schulischer Inklusion und ergänzt bisherige Befunde zur intergenerationalen Schließung.