Demokratiebildung ist konzeptionell mit schulischer Inklusion assoziiert, diese Zusammenhänge sind empirisch allerdings kaum erforscht. Bekannt ist, dass Demokratiebildung auch als Lernen über, durch und für Demokratie beschrieben wird und sich die Wahrnehmung von Schüler:innen und Lehrkräften unterscheidet. Der Beitrag untersucht, wie die wahrgenommene Demokratiebildung mit inklusiven Rahmenbedingungen zusammenhängt. Vertiefend werden die drei Dimensionen von Demokratiebildung und Unterschiede zwischen Schüler:innen und Lehrkräften adressiert. Datengrundlage ist die bundesweite Längsschnittstudie „INSIDE – Inklusion in und nach der Sekundarstufe I in Deutschland“ (n = 1.572 Schüler:innen der 7. Klassenstufe und n = 487 Lehrkräfte). Inklusive Rahmenbedingungen auf verschiedenen Ebenen wurden über die Schulleitungen erfasst. Mehrebenenmodelle weisen auf eine hohe Bewertung der Demokratiebildung hin, die von Lehrkräften höher eingeschätzt wird als von Schüler:innen. Für die inklusiven Rahmenbedingungen zeigen sich positive Effekte, die sich teilweise zwischen Schüler:innen und Lehrkräften unterscheiden. Die Befunde werden mit Blick auf die Bedeutung der Umsetzung von Inklusion diskutiert.

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Die Wahrnehmung von Demokratiebildung durch Schüler:innen und Lehrkräfte vor dem Hintergrund unterschiedlicher inklusiver Rahmenbedingungen

  • Cornelia Gresch,
  • Annika Francke,
  • Lena Külker

摘要

Demokratiebildung ist konzeptionell mit schulischer Inklusion assoziiert, diese Zusammenhänge sind empirisch allerdings kaum erforscht. Bekannt ist, dass Demokratiebildung auch als Lernen über, durch und für Demokratie beschrieben wird und sich die Wahrnehmung von Schüler:innen und Lehrkräften unterscheidet. Der Beitrag untersucht, wie die wahrgenommene Demokratiebildung mit inklusiven Rahmenbedingungen zusammenhängt. Vertiefend werden die drei Dimensionen von Demokratiebildung und Unterschiede zwischen Schüler:innen und Lehrkräften adressiert. Datengrundlage ist die bundesweite Längsschnittstudie „INSIDE – Inklusion in und nach der Sekundarstufe I in Deutschland“ (n = 1.572 Schüler:innen der 7. Klassenstufe und n = 487 Lehrkräfte). Inklusive Rahmenbedingungen auf verschiedenen Ebenen wurden über die Schulleitungen erfasst. Mehrebenenmodelle weisen auf eine hohe Bewertung der Demokratiebildung hin, die von Lehrkräften höher eingeschätzt wird als von Schüler:innen. Für die inklusiven Rahmenbedingungen zeigen sich positive Effekte, die sich teilweise zwischen Schüler:innen und Lehrkräften unterscheiden. Die Befunde werden mit Blick auf die Bedeutung der Umsetzung von Inklusion diskutiert.