Die Babyboomer in den Modellkommunen – urbanes, suburbanes und rurales Leben
摘要
In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der eigenen Befragung der Stadtsoziologie in den sieben Modellkommunen aus dem Jahr 2022 dargestellt, um einen Einblick in die Lebenssituation und die Lebensqualität in den Modellkommunen zu erhalten. Hierzu werden die objektiven Lebensverhältnisse, die sozialstrukturellen Merkmale, die eigene Grundorientierung und das subjektive Wohlbefinden in Beziehung gesetzt. Dabei werden die Besonderheiten in den einzelnen Modellkommunen aber auch die Besonderheiten in den urbanen, suburbanen und ruralen Räumen herausgearbeitet. Die Ergebnisse werden dann mit den gesamtdeutschen Babyboomern verglichen. Als Datenbasis dient hierzu das Sozio-oekonomische Panel (SOEP). Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Lebensverhältnisse der Babyboomer in den einzelnen Modellkommunen und Raumtypen teils erheblich unterscheiden. Dabei sind die Babyboomer in den suburbanen Kommunen in einer bessergestellten Situation. Das individuelle Wohlbefinden ist allgemein relativ hoch und unterscheidet sich, trotz der unterschiedlichen Lebensbedingungen, zwischen den Modellkommunen nur wenig. Dies legt den Schluss nahe, dass in urbanen, suburbanen und ruralen Modellkommunen jeweils andere Kriterien für die Lebensqualität gelten. Hinzu kommt, dass sich die Modellkommunen zwar nach Raumtyp unterscheiden, bei genauerer Betrachtung die Übergänge aber teils fließend sind und auch andere Spezifika einzelner Modellkommunen (z.B. Ost-West Unterschiede) zutage treten. Dennoch sind Sorgen um die Zukunft vor allem in den ruralen Kommunen ausgeprägter. Innerhalb der Kommunen zeigt sich auch, dass eine bessere Lebenssituation mit einem höheren Wohlbefinden einhergeht. Um Lebensqualität zu sichern und zu fördern, sollte daher das Augenmek auch auf benachteiligte Gruppen der Babyboomer gerichtet werden.