Ziel dieses Kapitels ist es, die Diskussion um Babyboomer als Kohorte oder Generation aufzugreifen und das Verständnis der Jahrgänge von 1955 bis 1969 als Kohorte zu begründen. Die gesellschaftliche Heterogenität, die auch in der Sozialisation in der BRD und der DDR und den hohen Anteil an Migrantinnen und Migranten begründet liegt, wird detailliert beschrieben. Auf Basis eigener Analysen des deutschlandweit repräsentativen Sozio-oekonomischen Panels werden u. a. die sozialstrukturellen Charakteristika, die berufliche Situation und Ruhestand sowie die Haushaltssituation und Wohnverhältnisse der Kohorte der 1955 bis 1969 Geborenen beschrieben. Hierbei wird auf die Unterschiede innerhalb der Babyboomer-Kohorte (unterteilbar in drei Gruppen à fünf Jahre), aber auch zu älteren Jahrgängen (Vergleich der Jahrgänge 1960–1964 und der Nachkriegskohorte 1950–1954) eingegangen. Die Unterschiede bei den sozialen Lagen, geringere Zufriedenheit und das niedrigere Engagement bei den Babyboomern in Ostdeutschland machen deutlich, dass strukturelle Ungleichheiten weiterhin bestehen.

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Die Kohorte der Vielen und der Vielfalt: Sozialer Wandel, soziale Lagen, Haushaltsformen und Lebensstile der Babyboomer

  • Annette Spellerberg

摘要

Ziel dieses Kapitels ist es, die Diskussion um Babyboomer als Kohorte oder Generation aufzugreifen und das Verständnis der Jahrgänge von 1955 bis 1969 als Kohorte zu begründen. Die gesellschaftliche Heterogenität, die auch in der Sozialisation in der BRD und der DDR und den hohen Anteil an Migrantinnen und Migranten begründet liegt, wird detailliert beschrieben. Auf Basis eigener Analysen des deutschlandweit repräsentativen Sozio-oekonomischen Panels werden u. a. die sozialstrukturellen Charakteristika, die berufliche Situation und Ruhestand sowie die Haushaltssituation und Wohnverhältnisse der Kohorte der 1955 bis 1969 Geborenen beschrieben. Hierbei wird auf die Unterschiede innerhalb der Babyboomer-Kohorte (unterteilbar in drei Gruppen à fünf Jahre), aber auch zu älteren Jahrgängen (Vergleich der Jahrgänge 1960–1964 und der Nachkriegskohorte 1950–1954) eingegangen. Die Unterschiede bei den sozialen Lagen, geringere Zufriedenheit und das niedrigere Engagement bei den Babyboomern in Ostdeutschland machen deutlich, dass strukturelle Ungleichheiten weiterhin bestehen.