Die Raumplanung als öffentliche Aufgabe ist geprägt von der Notwendigkeit der Konfliktlösung, die durch unterschiedliche Nutzungsansprüche an den Raum entstehen (Hersperger et al., 2015, S. 6; Danielzyk und Münter, 2018, S. 1932). Die verschiedenen Interessen, die bei der strategischen Entwicklung zusammenkommen, haben ihren Ursprung bei verschiedenen an Planungsprozessen beteiligten Akteurinnen und Akteure. Dadurch entstehen multidimensionale Planungskonzepte, die beispielsweise aus sozioökonomischen, ökologischen, kulturellen, technischen und ethischen Perspektiven heraus entstehen und im Prozess abgebildet werden müssen (Bottero et al., 2019, S. 1). Die Digitalisierungstrends in der Raumplanung (vgl. van Winden und Carvalho, 2017, S. 3; Pallagst et al., 2022) führen zu digitalen Lösungen wie Spatial Decision Support Systems (SDSS), auf Deutsch: räumliche Entscheidungsunterstützungssysteme. Diese Systeme befähigen Entscheidungsträger:innen dazu, innerhalb von Planungsprozessen schneller bessere Entscheidungen zu treffen (Crossland et al., 1995, S. 226). Allerdings ist das Verständnis von SDSS in Bezug auf konkrete Entscheidungen in der Raumplanung – insbesondere hinsichtlich der eingesetzten Technologien, Funktionalitäten und Datenbasis – bisher nicht ausreichend untersucht. Ghattas (2018) schlug vor, dass weitere Forschungsarbeiten notwendig seien, um die verschiedenen verfügbaren Bewertungstools für eine nachhaltige Raumplanung besser zu verstehen. Dieses Kapitel untersucht wichtige Fragestellungen rund um raumbezogene Entscheidungsunterstützungssysteme. Ziel ist es, entscheidende Indikatoren zu identifizieren, die einen Ansatz zur Typisierung von SDSS liefern.

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Entscheidungsunterstützungssysteme in der Raumplanung – Ansätze für eine Typisierung

  • Jonas Pauly,
  • Rasha Abu Qasem,
  • Julia Mayer,
  • Christof Schroth,
  • Martin Memmel,
  • Karina M. Pallagst

摘要

Die Raumplanung als öffentliche Aufgabe ist geprägt von der Notwendigkeit der Konfliktlösung, die durch unterschiedliche Nutzungsansprüche an den Raum entstehen (Hersperger et al., 2015, S. 6; Danielzyk und Münter, 2018, S. 1932). Die verschiedenen Interessen, die bei der strategischen Entwicklung zusammenkommen, haben ihren Ursprung bei verschiedenen an Planungsprozessen beteiligten Akteurinnen und Akteure. Dadurch entstehen multidimensionale Planungskonzepte, die beispielsweise aus sozioökonomischen, ökologischen, kulturellen, technischen und ethischen Perspektiven heraus entstehen und im Prozess abgebildet werden müssen (Bottero et al., 2019, S. 1). Die Digitalisierungstrends in der Raumplanung (vgl. van Winden und Carvalho, 2017, S. 3; Pallagst et al., 2022) führen zu digitalen Lösungen wie Spatial Decision Support Systems (SDSS), auf Deutsch: räumliche Entscheidungsunterstützungssysteme. Diese Systeme befähigen Entscheidungsträger:innen dazu, innerhalb von Planungsprozessen schneller bessere Entscheidungen zu treffen (Crossland et al., 1995, S. 226). Allerdings ist das Verständnis von SDSS in Bezug auf konkrete Entscheidungen in der Raumplanung – insbesondere hinsichtlich der eingesetzten Technologien, Funktionalitäten und Datenbasis – bisher nicht ausreichend untersucht. Ghattas (2018) schlug vor, dass weitere Forschungsarbeiten notwendig seien, um die verschiedenen verfügbaren Bewertungstools für eine nachhaltige Raumplanung besser zu verstehen. Dieses Kapitel untersucht wichtige Fragestellungen rund um raumbezogene Entscheidungsunterstützungssysteme. Ziel ist es, entscheidende Indikatoren zu identifizieren, die einen Ansatz zur Typisierung von SDSS liefern.