Ausgangspunkt des Beitrags ist das Forschungsprojekt Digital Spaces, das eine Möglichkeit zeigt, wie digitale Bildung mit Jugendlichen praxisnah gestaltet und kritisch-reflexiv umgesetzt werden kann. Aufbauend auf den Erkenntnissen des Projekts werden weiterführende Fragen zur Bedeutung von Digitalisierung für die Ausbildung Sozialer Arbeit entwickelt. Eine politisch-ökonomische Analyse des digitalen Kapitalismus bildet dabei den konzeptuellen Rahmen, um digitale Transformationsprozesse als Ausdruck tiefgreifender gesellschaftlicher Macht- und Ungleichheitsverhältnisse zu verstehen. Im Fokus stehen dabei die spezifischen Herausforderungen für Jugendliche sowie bestehende Ansätze in der Kinder- und Jugendarbeit, die digitale Risiken und Teilhabebedingungen adressieren. Darauf aufbauend wird analysiert, inwiefern digitale Bildung in der Ausbildung von Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen in Österreich Berücksichtigung findet. Die Ergebnisse zeigen ein fragmentiertes Bild: Während einzelne Studiengänge digitale Kompetenzen systematisch integrieren, geht eine systematische, curriculare Verankerung kritischer Perspektiven vielerorts wenig hervor. Der Beitrag plädiert für eine Ausbildung, die technische, medienpädagogische und gesellschaftskritische Dimensionen digitaler Bildung zusammenführt. Dabei wird die Rolle der Sozialen Arbeit – zwischen politischer, herrschaftlicher Ausführungsinstanz und menschenrechtsbasierter Profession – als zentrale Herausforderung sichtbar, die auch im Umgang mit Digitalisierung Reflexion und Bearbeitung bedarf.

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Zur Relevanz sozio-digitaler Bildung im Studium Soziale Arbeit

  • Barbara Stefan,
  • Patricia Renner

摘要

Ausgangspunkt des Beitrags ist das Forschungsprojekt Digital Spaces, das eine Möglichkeit zeigt, wie digitale Bildung mit Jugendlichen praxisnah gestaltet und kritisch-reflexiv umgesetzt werden kann. Aufbauend auf den Erkenntnissen des Projekts werden weiterführende Fragen zur Bedeutung von Digitalisierung für die Ausbildung Sozialer Arbeit entwickelt. Eine politisch-ökonomische Analyse des digitalen Kapitalismus bildet dabei den konzeptuellen Rahmen, um digitale Transformationsprozesse als Ausdruck tiefgreifender gesellschaftlicher Macht- und Ungleichheitsverhältnisse zu verstehen. Im Fokus stehen dabei die spezifischen Herausforderungen für Jugendliche sowie bestehende Ansätze in der Kinder- und Jugendarbeit, die digitale Risiken und Teilhabebedingungen adressieren. Darauf aufbauend wird analysiert, inwiefern digitale Bildung in der Ausbildung von Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen in Österreich Berücksichtigung findet. Die Ergebnisse zeigen ein fragmentiertes Bild: Während einzelne Studiengänge digitale Kompetenzen systematisch integrieren, geht eine systematische, curriculare Verankerung kritischer Perspektiven vielerorts wenig hervor. Der Beitrag plädiert für eine Ausbildung, die technische, medienpädagogische und gesellschaftskritische Dimensionen digitaler Bildung zusammenführt. Dabei wird die Rolle der Sozialen Arbeit – zwischen politischer, herrschaftlicher Ausführungsinstanz und menschenrechtsbasierter Profession – als zentrale Herausforderung sichtbar, die auch im Umgang mit Digitalisierung Reflexion und Bearbeitung bedarf.