Werbekennzeichnung, Impressum und Jugendschutz: Medienrechtliche Aufsicht von Influencern
摘要
Während sich in einigen europäischen Ländern der medienrechtliche Umgang mit Influencern noch entwickelt und die EU Influencer-Marketing ins Visier nimmt (Lefeldt, 2024), kann Deutschland auf fast zehn Jahre medienrechtliche (Werbe-)Regulierung von Influencern zurückblicken. Es ist etwas Ruhe in das Thema Werbekennzeichnung eingekehrt, seit der Bundesgerichtshof (BGH) wesentliche Punkte bei der Auslegung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) entschieden hat. Und auch die einige Zeit bestehende Unsicherheit zu der Frage, ob ein Influencer eine Rundfunklizenz benötigt, wurde mittlerweile u. a. durch eine gesetzliche Novellierung in geordnete Bahnen gelenkt. Die Kennzeichnungsmatrix und Aufsichtspraxis der Landesmedienanstalten entwickelt sich zwischenzeitlich fort, während neue Phänomene auftauchen und diese medienrechtlich eingeordnet werden müssen. Der Podcast-Markt hat sich durch podcastende Influencer vergrößert und auch hier stellen sich zahlreiche neue medienrechtlichen Fragen.