Nicht erst seit Bergmanns Thesen zur Bedeutung von Sinn im Rahmen von New Work wird sowohl in der praxisorientierten wie auch in der wissenschaftlichen Literatur sinnstiftenden Elementen der Arbeit ein positiver Einfluss auf Commitment, Motivation, Engagement, Zufriedenheit, Wohlbefinden unter anderem von Mitarbeitenden zugeschrieben bzw. sogar nachgewiesen. Daraus resultiert für die HR-Praxis die Frage, ob der Sinn von Tätigkeiten nicht auch im Recruiting als Attraktivitätselement genutzt werden könnte, um unter den viel diskutierten Rahmenbedingungen des Wandels der Arbeitswelt einerseits und des generationalen Wertewandels andererseits möglichst viele potenzielle Bewerbende anzusprechen. Dazu wurde eine Experimentalstudie mit realen Stellenanzeigen durchgeführt. In dieser wurden dieselben Stellenanzeigen parallel mit und ohne Betonung sinnstiftender Elemente des gesuchten Jobprofils geschaltet. Über eine Erfassung von den ersten Zugriffen in Online-Stellenportalen bis zu finalen Bewerbungen konnten so Vergleichswerte ermittelt werden. Die Ergebnisse liefern erste Indikationen, dass Bewerbende auf sinnvermittelnde Stellenanzeigen eine höhere Motivation und Volition im Bewerbungsprozess zeigen als Bewerbende auf Stellenanzeigen ohne derartige sinnvermittelnde Elemente.

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„Sinn“ als Attraktivitätsfaktor im Recruiting

  • Sofia Dobbertin,
  • Michael Knörzer

摘要

Nicht erst seit Bergmanns Thesen zur Bedeutung von Sinn im Rahmen von New Work wird sowohl in der praxisorientierten wie auch in der wissenschaftlichen Literatur sinnstiftenden Elementen der Arbeit ein positiver Einfluss auf Commitment, Motivation, Engagement, Zufriedenheit, Wohlbefinden unter anderem von Mitarbeitenden zugeschrieben bzw. sogar nachgewiesen. Daraus resultiert für die HR-Praxis die Frage, ob der Sinn von Tätigkeiten nicht auch im Recruiting als Attraktivitätselement genutzt werden könnte, um unter den viel diskutierten Rahmenbedingungen des Wandels der Arbeitswelt einerseits und des generationalen Wertewandels andererseits möglichst viele potenzielle Bewerbende anzusprechen. Dazu wurde eine Experimentalstudie mit realen Stellenanzeigen durchgeführt. In dieser wurden dieselben Stellenanzeigen parallel mit und ohne Betonung sinnstiftender Elemente des gesuchten Jobprofils geschaltet. Über eine Erfassung von den ersten Zugriffen in Online-Stellenportalen bis zu finalen Bewerbungen konnten so Vergleichswerte ermittelt werden. Die Ergebnisse liefern erste Indikationen, dass Bewerbende auf sinnvermittelnde Stellenanzeigen eine höhere Motivation und Volition im Bewerbungsprozess zeigen als Bewerbende auf Stellenanzeigen ohne derartige sinnvermittelnde Elemente.