Auf den ersten Blick sind Gesundheit und Krankheit Dinge, die vorrangig das Individuum betreffen. So ist zum Beispiel die Erkrankung an einer seltenen Erbkrankheit schwerlich mit gesellschaftlichen Verursachungsfaktoren in Verbindung zu bringen. Und das Ausmaß, in dem Menschen auf ihre Gesundheit achten, sich ausgewogen und fettarm ernähren, regelmäßig Sport treiben oder maßvoll psychoaktive Substanzen konsumieren, scheint in erster Linie eine persönliche Entscheidung zu sein. Was soll also eine Soziologie der Gesundheit und Krankheit bringen, wenn doch Gesundheit und Krankheit primär als etwas Individuelles verstanden werden müssen? Dieser Frage wird im Beitrag nachgegangen.

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Gesundheit und Krankheit

  • Uwe H. Bittlingmayer,
  • Roman Kiefer,
  • Gözde Okcu

摘要

Auf den ersten Blick sind Gesundheit und Krankheit Dinge, die vorrangig das Individuum betreffen. So ist zum Beispiel die Erkrankung an einer seltenen Erbkrankheit schwerlich mit gesellschaftlichen Verursachungsfaktoren in Verbindung zu bringen. Und das Ausmaß, in dem Menschen auf ihre Gesundheit achten, sich ausgewogen und fettarm ernähren, regelmäßig Sport treiben oder maßvoll psychoaktive Substanzen konsumieren, scheint in erster Linie eine persönliche Entscheidung zu sein. Was soll also eine Soziologie der Gesundheit und Krankheit bringen, wenn doch Gesundheit und Krankheit primär als etwas Individuelles verstanden werden müssen? Dieser Frage wird im Beitrag nachgegangen.