Die Vielschichtigkeit von Kinderzeichnungen im Kontext partizipativer Forschungszugänge. Ein kritischer Diskurs
摘要
Kinder als Expert*innen ihrer Lebenswelt stärker an Forschung zu beteiligen, wird durch die Neue Kindheitsforschung sowie die Konzeption und Umsetzung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-KRK, 1989) gestützt. In den letzten Jahren rückt zudem die Frage der Reflexivität von Forscher*innen und deren Subjektivität in der empirischen Auseinandersetzung mit Kinderzeichnung stärker in den Fokus (Kekeritz, M., & Kubandt, M., 2022). Diese beinhalten Diskurse über die Perspektivität des Fremdverstehens sowie Generationen- und Machtverhältnisse in der Forschung. Dabei fällt auf, dass partizipative Forschungszugänge mit Kindern selten systematisch entlang ihrer Beteiligungsrechte nach Artikel 12 der UN-KRK bearbeitet werden. Der Beitrag zielt daher auf die Re-Analyse rechtebasierter Interaktionsmöglichkeiten von Kindern in der Forschung. Dies erfolgt in Rückgriff auf eine eigene Forschungsarbeit zum Homeschooling von Grundschulkindern im Kontext der Covid-19-Pandemie. Der Studie liegt ein Mixed-Method-Design zugrunde, so auch ein Zugang über forschungsinduzierte Kinderzeichnungen. Im Vordergrund stehen der Entstehungskontext und die Darstellungsabsicht von Kinderzeichnungen, weniger deren inhaltliche Analyse als Datenmaterial. Inwieweit sich rechtebasierte Interaktionen der Kinder während des Einsatzes der Methode Kinderzeichnungen in Bezug auf die Multimodalität und Prozesshaftigkeit von Kinderzeichnungen abbilden lassen, wird mittels einer Reflexionsfolie, bestehend aus dem Konzept des „multislice imaging“ (Kekeritz, 2022; Konecki, 2011) und dem rechtebasierten Modell von Lundy (2007), analysiert.