Im Beitrag wird das Verhältnis der Konstrukte Interesse und Identität aus theoretischer Perspektive und durch Bezugnahme auf vier Identitätsmodelle beleuchtet. Es wird deutlich, dass Interessen als Antriebe der Identitätsentwicklung wirken können oder eine ausgeprägte oder angestrebte Identität die weitere Interessenentwicklung beeinflussen kann. Schließlich sind integrierende Beschreibungen von Identitäts- und Interessenentwicklung angelegt. Diese Perspektiven sind bereits in den Anfängen der Interessenforschung erkennbar, jedoch in empirischen Studien oder deren theoretischer Fundierung kaum berücksichtigt. Der konsequente Verweis auf den Identitätsbegriff führt zu einer Erweiterung des Theorierahmens um soziologische Bezüge und macht eine Engführung der fachdidaktischen Interessenforschung sichtbar, in der das Interesse an Naturwissenschaften zentral gestellt wird. Daraus ergeben sich auch methodische Implikationen, wie z. B. eine vermehrte Durchführung von mixed-methods-Studien.

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Interest goes Identity? Eine Bestandsaufnahme der Relationierungen von Interesse und Identität und deren Potentiale für naturwissenschaftsdidaktische Forschung

  • Lisa-Marie Christ,
  • Andrea M. Schmid,
  • Laura Arndt,
  • Cornelia Borchert,
  • Dorothee Brovelli,
  • Olaf Krey,
  • Thorid Rabe,
  • Markus Rehm,
  • Francisca Schultz,
  • Matthias Wilde,
  • Thomas Zügge

摘要

Im Beitrag wird das Verhältnis der Konstrukte Interesse und Identität aus theoretischer Perspektive und durch Bezugnahme auf vier Identitätsmodelle beleuchtet. Es wird deutlich, dass Interessen als Antriebe der Identitätsentwicklung wirken können oder eine ausgeprägte oder angestrebte Identität die weitere Interessenentwicklung beeinflussen kann. Schließlich sind integrierende Beschreibungen von Identitäts- und Interessenentwicklung angelegt. Diese Perspektiven sind bereits in den Anfängen der Interessenforschung erkennbar, jedoch in empirischen Studien oder deren theoretischer Fundierung kaum berücksichtigt. Der konsequente Verweis auf den Identitätsbegriff führt zu einer Erweiterung des Theorierahmens um soziologische Bezüge und macht eine Engführung der fachdidaktischen Interessenforschung sichtbar, in der das Interesse an Naturwissenschaften zentral gestellt wird. Daraus ergeben sich auch methodische Implikationen, wie z. B. eine vermehrte Durchführung von mixed-methods-Studien.