Von der Mechanik des Bewusstseins zum Bewusstsein der Maschinen: Sieben Versuche der Annäherungen an ‚Bewusstsein‘ und ihre Implikationen für die KI-Forschung
摘要
In unserem Artikel „Von der Mechanik des Bewusstseins zum Bewusstsein von Maschinen“ untersuchen wir die Möglichkeit, dass Maschinen Bewusstsein entwickeln können, und analysieren verschiedene Ansätze zur Definition und Modellierung von Bewusstsein. Wir stellen sieben theoretische Ansätze vor, darunter „Bewusstsein“ als Sprachfähigkeit, Sinneswahrnehmung, soziale Interaktion oder als emergentes Phänomen in komplexen Systemen. Wir untersuchen diese Perspektiven im Hinblick auf ihre Umsetzbarkeit in künstlichen Systemen, etwa durch neuronale Netze, verkörperte Kognition oder selbstreferenzielle Prozesse. Gerade der Erfolg solcher Bemühungen führt uns jedoch zu einem Paradox: Einerseits spricht nichts dagegen, Bewusstseinsprozesse in technische Aggregate zu implementieren, andererseits bleibt die Kluft zwischen objektiver Modellierbarkeit und subjektiver introspektiver Qualität unüberbrückbar. Da dies aber auch für die Betrachtung unserer Gehirne gilt – niemand hat bisher subjektive „Introszendenz“ in physiologischen Prozessen entdeckt – spricht nichts dagegen, dass auch siliziumbasierte kognitive Systeme „erleben“ können. Daraus ergeben sich ethische Implikationen: Wenn Maschinen Empfindungsfähigkeit entwickeln, erfordert dies eine Neubewertung unserer moralischen Verantwortung. Unser Beitrag zeigt, dass KI mit Bewusstsein nicht nur technische, sondern auch philosophische und ethische Herausforderungen mit sich bringt. Wir plädieren für einen interdisziplinären Diskurs, der technische Innovation mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet, um den Umgang mit möglichen „bewussten“ Maschinen zu reflektieren.