Der vorliegende Beitrag thematisiert die Wechselbeziehungen zwischen Adressat*innen- und Wirkungsperspektiven in der Sozialen Arbeit, insbesondere im Hinblick auf Creaming-Prozesse. Das Phänomen des Creamings, mit Blick auf den Nachweis von Wirkung, beinhaltet, dass Organisationen passende Adressat*innen auswählen, die sich gut in die vorliegenden Angebote und Bedingungen integrieren lassen. Dies hat marginalisierende Effekte auf weniger bevorzugte Nutzer*innen zur Folge, die z. B. als Systemsprenger*innen etikettiert werden. Der Text kritisiert die Reduktion von Nutzenden zu Objekten innerhalb der Wirkungsforschung und fordert die Wahrung der Subjektverständnisse, welche den verschiedenen Forschungsperspektiven zugrunde liegen. Dabei wird die Notwendigkeit einer gemeinschaftlichen Definition von Qualität und der Reflexion institutioneller Erwartungen hervorgehoben. Das Ziel ist es, die Zugänglichkeit zu sozialen Dienstleistungen zu verbessern und exklusive Praktiken zu vermeiden, um dadurch emanzipatorische Ansätze zu fördern und einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Forschung über Wirkung und Qualität in der Sozialen Arbeit zu leisten.

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Zur Verschränkung der Adressat*innen- und Nutzendenperspektive mit der Wirkungsperspektive – kritische Gedanken zu einem aktuellen Phänomen

  • Kathrin Aghamiri,
  • Christof Beckmann,
  • Kristina Enders,
  • Sebastian Gogol,
  • Imke Goßmann,
  • Katja Jepkens,
  • Moritz Tebbe

摘要

Der vorliegende Beitrag thematisiert die Wechselbeziehungen zwischen Adressat*innen- und Wirkungsperspektiven in der Sozialen Arbeit, insbesondere im Hinblick auf Creaming-Prozesse. Das Phänomen des Creamings, mit Blick auf den Nachweis von Wirkung, beinhaltet, dass Organisationen passende Adressat*innen auswählen, die sich gut in die vorliegenden Angebote und Bedingungen integrieren lassen. Dies hat marginalisierende Effekte auf weniger bevorzugte Nutzer*innen zur Folge, die z. B. als Systemsprenger*innen etikettiert werden. Der Text kritisiert die Reduktion von Nutzenden zu Objekten innerhalb der Wirkungsforschung und fordert die Wahrung der Subjektverständnisse, welche den verschiedenen Forschungsperspektiven zugrunde liegen. Dabei wird die Notwendigkeit einer gemeinschaftlichen Definition von Qualität und der Reflexion institutioneller Erwartungen hervorgehoben. Das Ziel ist es, die Zugänglichkeit zu sozialen Dienstleistungen zu verbessern und exklusive Praktiken zu vermeiden, um dadurch emanzipatorische Ansätze zu fördern und einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Forschung über Wirkung und Qualität in der Sozialen Arbeit zu leisten.