Die ‚Abstimmung mit den Füßen‘ verdeutlicht, wie Menschen durch Bewegung individuelle und kollektive Präferenzen ausdrücken. Der Beitrag greift diese Perspektive auf und richtet den Blick auf die Ergebnisse einer Studie zum Raumnutzungsverhalten obdachloser Menschen. Die Studie kombiniert qualitative (Tracking, Autofotografie, Interviews) und quantitative Methoden (Fragebogen) und liefert Erkenntnisse zu den Bedürfnissen obdachloser Menschen, ihren Bewegungsmustern und möglichen Nutzungstypen. Dabei zeigt sich, dass obdachlose Menschen den öffentlichen Raum wie eine „Wohnung“ nutzen, mit Funktionsorten für Essen, Hygiene, Arbeit, Ruhe und Schlafen. Weiterführend wird erschlossen, wie urbane Räume und soziale Angebote genutzt werden und welche Hindernisse bestehen. Die Ergebnisse bieten Einblicke in die Raumnutzung und eröffnen neue Perspektiven für die Nutzer*innenforschung in der Sozialen Arbeit. Darüber hinaus liefert der Beitrag zur Studie methodische Impulse, um gesellschaftliche Kontexte Sozialer Arbeit und ihre (Nicht-)Inanspruchnahme besser zu verstehen und sichtbar zu machen.

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„Use by the feet“ im städtischen Sozialraum

  • Nora Sellner,
  • Guido Heuel,
  • Werner Schönig

摘要

Die ‚Abstimmung mit den Füßen‘ verdeutlicht, wie Menschen durch Bewegung individuelle und kollektive Präferenzen ausdrücken. Der Beitrag greift diese Perspektive auf und richtet den Blick auf die Ergebnisse einer Studie zum Raumnutzungsverhalten obdachloser Menschen. Die Studie kombiniert qualitative (Tracking, Autofotografie, Interviews) und quantitative Methoden (Fragebogen) und liefert Erkenntnisse zu den Bedürfnissen obdachloser Menschen, ihren Bewegungsmustern und möglichen Nutzungstypen. Dabei zeigt sich, dass obdachlose Menschen den öffentlichen Raum wie eine „Wohnung“ nutzen, mit Funktionsorten für Essen, Hygiene, Arbeit, Ruhe und Schlafen. Weiterführend wird erschlossen, wie urbane Räume und soziale Angebote genutzt werden und welche Hindernisse bestehen. Die Ergebnisse bieten Einblicke in die Raumnutzung und eröffnen neue Perspektiven für die Nutzer*innenforschung in der Sozialen Arbeit. Darüber hinaus liefert der Beitrag zur Studie methodische Impulse, um gesellschaftliche Kontexte Sozialer Arbeit und ihre (Nicht-)Inanspruchnahme besser zu verstehen und sichtbar zu machen.