Einiges Theoretisches über die Ordnung der Unordnung. Die Villa Beer, Oskar Strnad und darüber hinaus
摘要
Der Beitrag fragt nach der „Ordnung der Unordnung“, die das architektonische Schaffen Josef Franks nach Meinung vieler Kritiker so besonders und so „menschlich“ macht. Wie gelingt es Frank, dass man sich in den Räumen der Villa Beer „frei“ fühlt, wie es die zeitgenössische Kritik formuliert. Antworten auf diese Fragen findet der Beitrag in der speziellen Weise, in der Frank Anregungen seiner Lehrer und Kollegen Adolf Loos und Oskar Strnad aufgreift und weiterentwickelt. Dabei bildet die konkrete sinnliche Erfahrung des Raumes während seiner aneignenden Benutzung für Frank den Maßstab, und damit etwas, das sich begrifflich nicht wirklich einholen lässt. Es verbleibt, um mit Wittgenstein zu sprechen, im Bereich dessen, was „sich zeigt“. Darin wiederum liegt eine Perspektive für den (spätestens seit der Moderne) unbehausten Menschen sich zu erkennen und wieder „anzukommen“, oder – mit Heidegger – zu wohnen.