Weltweit werden Menschen Opfer von Terrorakten mit schwerwiegenden und weitreichenden Folgen für ihr Leben und Wohlbefinden, ihre (politischen) Einstellungen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Terrorismusopfer zeichnen sich dadurch aus, dass sie als Mitglieder einer Gesellschaft wahllos und stellvertretend zur Zielscheibe von Hass und tödlicher Gewalt werden. Diese Form der Instrumentalisierung und Verletzung der Menschenwürde erfordert von professionellen HelferInnen und staatlichen Institutionen ein besonderes Maß an Respekt und Empathie im Umgang mit den Betroffenen. Grundlage dafür ist ein fundiertes Wissen über die Folgen von Terror, die Bedürfnisse der Opfer und Hilfsmaßnahmen. Anhand von Reviews und internationalen Studien werden die kurz-, mittel- und langfristige Auswirkungen von Terror auf direkte und indirekte Opfer dargestellt und die Bewältigungsstrategien der Betroffenen in Reaktion auf das Terrorereignis nachgezeichnet. Daraus lassen sich unterschiedliche Anliegen der Betroffenen und Unterstützungsbedarfe ableiten. Diesen wird ein Überblick über europäische und nationale Initiativen und Unterstützungsmaßnahmen für Terroropfer gegenübergestellt. Aus Sicht der Betroffenen werden Barrieren bei der Inanspruchnahme von Hilfen benannt und Empfehlungen für die weitere Ausgestaltung von Hilfsmaßnahmen und die Schaffung von Bedingungen, die eine posttraumatische Entwicklung fördern können, formuliert.

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Opfer von Terror

  • Daniela Hosser,
  • Stefanie Puderbach

摘要

Weltweit werden Menschen Opfer von Terrorakten mit schwerwiegenden und weitreichenden Folgen für ihr Leben und Wohlbefinden, ihre (politischen) Einstellungen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Terrorismusopfer zeichnen sich dadurch aus, dass sie als Mitglieder einer Gesellschaft wahllos und stellvertretend zur Zielscheibe von Hass und tödlicher Gewalt werden. Diese Form der Instrumentalisierung und Verletzung der Menschenwürde erfordert von professionellen HelferInnen und staatlichen Institutionen ein besonderes Maß an Respekt und Empathie im Umgang mit den Betroffenen. Grundlage dafür ist ein fundiertes Wissen über die Folgen von Terror, die Bedürfnisse der Opfer und Hilfsmaßnahmen. Anhand von Reviews und internationalen Studien werden die kurz-, mittel- und langfristige Auswirkungen von Terror auf direkte und indirekte Opfer dargestellt und die Bewältigungsstrategien der Betroffenen in Reaktion auf das Terrorereignis nachgezeichnet. Daraus lassen sich unterschiedliche Anliegen der Betroffenen und Unterstützungsbedarfe ableiten. Diesen wird ein Überblick über europäische und nationale Initiativen und Unterstützungsmaßnahmen für Terroropfer gegenübergestellt. Aus Sicht der Betroffenen werden Barrieren bei der Inanspruchnahme von Hilfen benannt und Empfehlungen für die weitere Ausgestaltung von Hilfsmaßnahmen und die Schaffung von Bedingungen, die eine posttraumatische Entwicklung fördern können, formuliert.