Dieser Beitrag bietet eine Einführung in die Supervision mit einem speziellen Schwerpunkt auf deren Anwendung für Coaches. Supervision ist eine bewährte Methode zur Reflexion, professionellen Weiterentwicklung und Qualitätssicherung in verschiedenen beruflichen Tätigkeitsfeldern. Der Beitrag gibt einen Überblick über verschiedene Modelle und Ansätze der Supervision, einschließlich Einzel- und Gruppensupervision und verdeutlicht die Bedeutung von Supervision zur Verbesserung der Berufspraxis im Coaching. Coaches können mittels Supervision aus einer Außenperspektive auf ihren Coachingprozess blicken. Diese Außenperspektive ermöglicht eine Reflexion des eigenen Handelns als Coach auf Distanz und eine Anregung zur Beschäftigung mit unterschiedlichen Themen, die sich aus der Coach-Coachee-Beziehung ergeben. Insbesondere Coaches, die immer wieder vor komplexen und herausfordernden Situationen stehen, bietet Supervision einen Rahmen für die Besprechung schwieriger Fälle, die Reflexion damit verbundener eigener Themen sowie kontextueller Einflussfaktoren, die Überprüfung des eigenen Vorgehens und die Entwicklung neuer Lösungsansätze. Supervision bietet außerdem eine Möglichkeit, emotionale Unterstützung und Entlastung zu erhalten. Nicht zuletzt können Coaches durch Supervision lernen, anspruchsvolle Beratungsprozesse zu gestalten, in denen sie besser mit Komplexität umgehen können. Eine besondere Herausforderung für die Supervisand:innen stellt die Dynamik zwischen selbstkritischer Wahrnehmung und Verstehen problematischer Prozesse dar, welche sich vor dem Hintergrund der PSI-Theorie im Wechselspiel zwischen Objekterkennungssystem und Extensionsgedächtnis ausdrückt. Durch das angeleitete, mehrperspektivische und prozessorientierte Vorgehen schafft Supervision einen sicheren Rahmen, indem der flexible Wechsel zwischen den verschiedenen Gedächtnissystemen unterstützt wird.

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Supervision im Coaching zur Förderung der professionellen Praxis

  • Eva Jonas,
  • Janina Dax

摘要

Dieser Beitrag bietet eine Einführung in die Supervision mit einem speziellen Schwerpunkt auf deren Anwendung für Coaches. Supervision ist eine bewährte Methode zur Reflexion, professionellen Weiterentwicklung und Qualitätssicherung in verschiedenen beruflichen Tätigkeitsfeldern. Der Beitrag gibt einen Überblick über verschiedene Modelle und Ansätze der Supervision, einschließlich Einzel- und Gruppensupervision und verdeutlicht die Bedeutung von Supervision zur Verbesserung der Berufspraxis im Coaching. Coaches können mittels Supervision aus einer Außenperspektive auf ihren Coachingprozess blicken. Diese Außenperspektive ermöglicht eine Reflexion des eigenen Handelns als Coach auf Distanz und eine Anregung zur Beschäftigung mit unterschiedlichen Themen, die sich aus der Coach-Coachee-Beziehung ergeben. Insbesondere Coaches, die immer wieder vor komplexen und herausfordernden Situationen stehen, bietet Supervision einen Rahmen für die Besprechung schwieriger Fälle, die Reflexion damit verbundener eigener Themen sowie kontextueller Einflussfaktoren, die Überprüfung des eigenen Vorgehens und die Entwicklung neuer Lösungsansätze. Supervision bietet außerdem eine Möglichkeit, emotionale Unterstützung und Entlastung zu erhalten. Nicht zuletzt können Coaches durch Supervision lernen, anspruchsvolle Beratungsprozesse zu gestalten, in denen sie besser mit Komplexität umgehen können. Eine besondere Herausforderung für die Supervisand:innen stellt die Dynamik zwischen selbstkritischer Wahrnehmung und Verstehen problematischer Prozesse dar, welche sich vor dem Hintergrund der PSI-Theorie im Wechselspiel zwischen Objekterkennungssystem und Extensionsgedächtnis ausdrückt. Durch das angeleitete, mehrperspektivische und prozessorientierte Vorgehen schafft Supervision einen sicheren Rahmen, indem der flexible Wechsel zwischen den verschiedenen Gedächtnissystemen unterstützt wird.