Narrative Persuasion nutzt die Techniken des Geschichtenerzählens, um persuasive Botschaften zu vermitteln und damit beispielsweise Einstellungen der Rezipierenden zu beeinflussen. Der Framing-Ansatz kann herangezogen werden, um besser zu verstehen, wie Individuen diese Geschichten und die darin enthaltenen persuasiven Botschaften interpretieren und ihnen Bedeutung verleihen. Die Interpretation von Informationen erfolgt vor dem Hintergrund kognitiver Frames, die die Wahrnehmung, das Verständnis und die Reaktion auf persuasive Botschaften bedingen. Dies ist für die strategische Kommunikation insofern bedeutsam, als eine tiefere Verbindung zu Rezipierenden hergestellt werden kann, wenn die persuasive Botschaft an einem vorhandenen kognitiven Frame eines oder einer Rezipierenden anknüpft und so einerseits anschlussfähiger sowie persönlich bedeutsamer wird und andererseits Resonanz erzeugt. Gleichzeitig kann Framing auch strategisch eingesetzt werden, um die in einer Geschichte enthaltenen persuasiven Botschaften in bestimmter Weise, d. h. mit bestimmten Botschaftsframes, zu rahmen. Dies geschieht durch Hervorhebung bestimmter Aspekte eines Themas oder Ereignisses, die mit vorhandenen kognitiven Frames resonieren, und so die Interpretation der Botschaft vor dem Hintergrund dieses Frames nahegelegt wird. Der Framing-Ansatz und narrative Persuasion sind also auf verschiedene Weisen miteinander verwoben: Zum einen durch die Botschaftsframes, die genutzt werden können, um persuasive Botschaften auf unterschiedliche Arten in Geschichten darzustellen, zum anderen durch die kognitiven Frames der Rezipierenden, die durch eine Geschichte aktiviert werden und deren Verarbeitung lenken. Als Grundlage für eine Integration der beiden theoretischen Ansätze in Kapitel 4 widmet sich dieses Kapitel dem Framing-Ansatz, wobei sowohl auf Botschaftsframes als auch auf kognitive Frames eingegangen wird. Beide Frame-Typen spielen eine zentrale Rolle für die vorliegende Arbeit. Einerseits wird die Rolle der Nähe von kognitiven Frames zu Botschaftsframes im Prozess narrativer Persuasion näher beleuchtet und andererseits untersucht, welchen Unterschied verschiedene Botschaftsframing-Strategien auf die Wirkungsmechanismen narrativer Persuasion ausüben.

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Framing

  • Magdalena Rosset

摘要

Narrative Persuasion nutzt die Techniken des Geschichtenerzählens, um persuasive Botschaften zu vermitteln und damit beispielsweise Einstellungen der Rezipierenden zu beeinflussen. Der Framing-Ansatz kann herangezogen werden, um besser zu verstehen, wie Individuen diese Geschichten und die darin enthaltenen persuasiven Botschaften interpretieren und ihnen Bedeutung verleihen. Die Interpretation von Informationen erfolgt vor dem Hintergrund kognitiver Frames, die die Wahrnehmung, das Verständnis und die Reaktion auf persuasive Botschaften bedingen. Dies ist für die strategische Kommunikation insofern bedeutsam, als eine tiefere Verbindung zu Rezipierenden hergestellt werden kann, wenn die persuasive Botschaft an einem vorhandenen kognitiven Frame eines oder einer Rezipierenden anknüpft und so einerseits anschlussfähiger sowie persönlich bedeutsamer wird und andererseits Resonanz erzeugt. Gleichzeitig kann Framing auch strategisch eingesetzt werden, um die in einer Geschichte enthaltenen persuasiven Botschaften in bestimmter Weise, d. h. mit bestimmten Botschaftsframes, zu rahmen. Dies geschieht durch Hervorhebung bestimmter Aspekte eines Themas oder Ereignisses, die mit vorhandenen kognitiven Frames resonieren, und so die Interpretation der Botschaft vor dem Hintergrund dieses Frames nahegelegt wird. Der Framing-Ansatz und narrative Persuasion sind also auf verschiedene Weisen miteinander verwoben: Zum einen durch die Botschaftsframes, die genutzt werden können, um persuasive Botschaften auf unterschiedliche Arten in Geschichten darzustellen, zum anderen durch die kognitiven Frames der Rezipierenden, die durch eine Geschichte aktiviert werden und deren Verarbeitung lenken. Als Grundlage für eine Integration der beiden theoretischen Ansätze in Kapitel 4 widmet sich dieses Kapitel dem Framing-Ansatz, wobei sowohl auf Botschaftsframes als auch auf kognitive Frames eingegangen wird. Beide Frame-Typen spielen eine zentrale Rolle für die vorliegende Arbeit. Einerseits wird die Rolle der Nähe von kognitiven Frames zu Botschaftsframes im Prozess narrativer Persuasion näher beleuchtet und andererseits untersucht, welchen Unterschied verschiedene Botschaftsframing-Strategien auf die Wirkungsmechanismen narrativer Persuasion ausüben.