Gedenkausstellung als Inszenierung
摘要
In Fortführung der theoretischen Überlegungen zu einer postkonstruktivistischen Gedenkanalytik reflektiert dieser Abschnitt über Ausstellungen als besondere Formen historischer Repräsentation und profiliert für ihre Untersuchung die heuristische Kategorie Inszenierung. Letztere gilt als ein politisches Phänomen sui generis, das sowohl den Produktionsprozess des Zur-Schau-Stellens als auch das entsprechende Ausstellungsresultat umfasst und ohne Kontext nicht zu verstehen ist. Als ein Zur-Erscheinung-Bringen von etwas für jemanden ist jede Inszenierung mit einem bestimmten Ziel verbunden – im vorliegenden Fall mit der mehrheitlichen Anerkennung des staatlich organisierten Gedenkangebots und der Vergemeinschaftung des entsprechenden point of view.