Transformation und der Diskurs hierum lassen sich sprachtheoretischen und ethnomethodologischen Ansätzen zufolge auch als unablässiger, interaktiver Herstellungsprozess sozialer Bedeutungen im Sinne eines doing darstellen. Postmoderne Differenztheorien wie der Poststrukturalismus, postkoloniale und feministische Ansätze ebenso wie der Standpoint-of-View-Ansatz erlauben nicht nur die Dekonstruktion und den hermeneutischen Nachvollzug der sozialen Herstellung von Bedeutung, Sinn und Differenz innerhalb des Transformationsdiskurses. Sie erlauben auch die Analyse der sich hierin reproduzierenden gesellschaftlichen Macht- und Herrschaftsverhältnisse und Differenzen in der Teilhabe. Entlang unterschiedlicher (postmoderner) differenztheoretischer Ansätze wird Transformation 1. als situiertes Wissen, 2. als eine Frage des politischen Framings aus Sicht der Neuro- und Kognitionsforschung, 3. als gesellschaftlicher Konflikt und als Verdeckung aus der Sicht der Kritischen Theorie und Konfliktorientierung sowie 4. als eine Frage partizipatorischer Parität in der Teilhabe am öffentlichen Diskurs und damit der Chance, eigene Positionen zu vertreten, analysiert. Schließlich werden Schlussfolgerungen für eine differenztheoretische Betrachtung einer transformativen Sozialen Arbeit gezogen.

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Doing Transformation? Eine differenztheoretische Betrachtung des Transformationsdiskurses

  • Davina Höblich

摘要

Transformation und der Diskurs hierum lassen sich sprachtheoretischen und ethnomethodologischen Ansätzen zufolge auch als unablässiger, interaktiver Herstellungsprozess sozialer Bedeutungen im Sinne eines doing darstellen. Postmoderne Differenztheorien wie der Poststrukturalismus, postkoloniale und feministische Ansätze ebenso wie der Standpoint-of-View-Ansatz erlauben nicht nur die Dekonstruktion und den hermeneutischen Nachvollzug der sozialen Herstellung von Bedeutung, Sinn und Differenz innerhalb des Transformationsdiskurses. Sie erlauben auch die Analyse der sich hierin reproduzierenden gesellschaftlichen Macht- und Herrschaftsverhältnisse und Differenzen in der Teilhabe. Entlang unterschiedlicher (postmoderner) differenztheoretischer Ansätze wird Transformation 1. als situiertes Wissen, 2. als eine Frage des politischen Framings aus Sicht der Neuro- und Kognitionsforschung, 3. als gesellschaftlicher Konflikt und als Verdeckung aus der Sicht der Kritischen Theorie und Konfliktorientierung sowie 4. als eine Frage partizipatorischer Parität in der Teilhabe am öffentlichen Diskurs und damit der Chance, eigene Positionen zu vertreten, analysiert. Schließlich werden Schlussfolgerungen für eine differenztheoretische Betrachtung einer transformativen Sozialen Arbeit gezogen.