Die Soziale Arbeit ist bestrebt, sozial-ökologische Transformation angesichts von Globalisierung, Internationalisierung und globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Migration, Flucht und sozialer Ungleichheit mitzugestalten. Hierfür braucht sie neben ihren bewährten Werkzeugen auch neue und prüft unter anderem postkoloniale Ansätze auf ihre Relevanz. Darüber hinaus handelt es sich bei „Sozialer Arbeit als Menschenrechtsprofession“ um einen etablierten Ansatz. Der Menschenrechtsdiskurs dreht sich bereits seit Mitte des 20. Jahrhunderts unter anderem um die strittige Frage des Universalismus oder Eurozentrismus der Menschenrechte. Der Eurozentrismus-Vorwurf wird dabei häufig durch postkoloniale Theorie begründet. Auch bei fundamentalistischen politischen Bewegungen finden sich gelegentlich Rückgriffe auf Ansätze oder prominente Figuren aus der Sphäre des Postkolonialismus. Der Beitrag taucht in die Diskurse um Postkolonialismus einerseits und Menschenrechte andererseits ein, beleuchtet verschiedene Perspektiven und bringt sie in den Dialog. Dabei kommen Gemeinsamkeiten der beiden Konzepte zum Tragen, wie ihr Ziel der sozialen Gerechtigkeit, der Verhinderung von Marginalisierung und Ausschluss – aber auch ihre Abhängigkeit von historischen Entwicklungen in den internationalen Beziehungen. Es werden forschende Blicke in andere Disziplinen, unter anderem Philosophie und Rechtswissenschaften, geworfen. Nicht-europäische, vorwiegend afrikanische Perspektiven erfahren hier besondere Aufmerksamkeit. Das Ziel liegt darin, die Relevanz der behandelten Diskurse für eine sozial-ökologische Transformation zu ergründen und die Perspektive der Sozialen Arbeit in dieser Hinsicht zu erweitern.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Sozial transformativ oder regressiv? Perspektiven auf Menschenrechtsdiskurse und Postkolonialismus

  • Esther Kronsbein

摘要

Die Soziale Arbeit ist bestrebt, sozial-ökologische Transformation angesichts von Globalisierung, Internationalisierung und globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Migration, Flucht und sozialer Ungleichheit mitzugestalten. Hierfür braucht sie neben ihren bewährten Werkzeugen auch neue und prüft unter anderem postkoloniale Ansätze auf ihre Relevanz. Darüber hinaus handelt es sich bei „Sozialer Arbeit als Menschenrechtsprofession“ um einen etablierten Ansatz. Der Menschenrechtsdiskurs dreht sich bereits seit Mitte des 20. Jahrhunderts unter anderem um die strittige Frage des Universalismus oder Eurozentrismus der Menschenrechte. Der Eurozentrismus-Vorwurf wird dabei häufig durch postkoloniale Theorie begründet. Auch bei fundamentalistischen politischen Bewegungen finden sich gelegentlich Rückgriffe auf Ansätze oder prominente Figuren aus der Sphäre des Postkolonialismus. Der Beitrag taucht in die Diskurse um Postkolonialismus einerseits und Menschenrechte andererseits ein, beleuchtet verschiedene Perspektiven und bringt sie in den Dialog. Dabei kommen Gemeinsamkeiten der beiden Konzepte zum Tragen, wie ihr Ziel der sozialen Gerechtigkeit, der Verhinderung von Marginalisierung und Ausschluss – aber auch ihre Abhängigkeit von historischen Entwicklungen in den internationalen Beziehungen. Es werden forschende Blicke in andere Disziplinen, unter anderem Philosophie und Rechtswissenschaften, geworfen. Nicht-europäische, vorwiegend afrikanische Perspektiven erfahren hier besondere Aufmerksamkeit. Das Ziel liegt darin, die Relevanz der behandelten Diskurse für eine sozial-ökologische Transformation zu ergründen und die Perspektive der Sozialen Arbeit in dieser Hinsicht zu erweitern.