Arendt und Lefevbre in the City – die Rolle Sozialer Arbeit bei der Durchsetzung eines Rechts auf Mitgliedschaft in der Stadt
摘要
Städte sind zentrale gesellschaftliche Orte, in denen Fragen nach Zugehörigkeit verhandelt werden. Der Stadtsoziologe Henri Lefevbre postulierte ein „Recht auf Stadt“, das jedoch keinen rechtspositivistischen Charakter aufweist, sondern eher als normativer Maßstab und Artikulationsraum kollektiver Handlungsfähigkeit verstanden werden kann. Dennoch taucht das „Recht auf Stadt“ immer öfter im internationalen soft law sowie in europäischen Deklarationen auf. Deutlich wird hierbei der enge Zusammenhang des „Rechts auf Stadt“ mit der Migrationsgesellschaft und der Mitwirkung von Personen ohne europäische Staatsbürgerschaft an städtischen Aushandlungsprozessen. Aus diesem Grund verknüpft der Beitrag Lefebvres Perspektive mit Hannah Arendts Überlegungen zu einem „Recht, Rechte zu haben“, das ein Recht auf Mitgliedschaft in einer politischen Gemeinschaft impliziert. Von dieser theoretischen Rekonstruktion ausgehend, werden das internationale, europäische und nationale Recht auf ihre Potenziale für ein „Recht auf Mitgliedschaft in der Stadt“ befragt. Abschließend werden Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit als Nachhaltigkeits- und Menschenrechtsprofession beschrieben, um diesen theoretischen und rechtlichen Rahmen zu nutzen, um sich für die Interessen ihrer Adressat*innen einzusetzen.