Der Habitus als relationale Konstante in Transformationsprozessen – Bildung(sungleichheiten) und ihre Bedeutung für nachhaltige Veränderungen
摘要
Am Beispiel des Klimaschutzes zeigt sich, wie soziale Transformationsprozesse bestehende Ungleichheiten verstärken und neue Abgrenzungen sowie Anerkennungsfragen hervorrufen können. Diese Dynamiken lassen sich mit dem Habitus als relationalem Konzept zwischen Individuum und sozialen Strukturen erklären. Der vorliegende Beitrag analysiert zunächst die Mechanismen, die zur Reproduktion sozialer Ungleichheiten führen. Dabei wird das im Bildungsbereich entwickelte Konzept der kulturellen Passungen auf hegemoniale Diskurse zu anerkannten Transformationszielen und -strategien übertragen. Ein Exkurs veranschaulicht milieuspezifische Perspektiven auf die sozial-ökologische Transformation. Anschließend werden der Habitus und seine Veränderbarkeit im Rahmen transformativer Bildung näher beleuchtet. Obgleich Ansätze einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) diese Aspekte einbeziehen, werden Passungen bislang zu wenig berücksichtigt. Notwendig ist daher eine habitussensible Begleitung von Transformationsprozessen, um bestehende soziale Ungleichheiten zu reduzieren und die Entstehung neuer Ungleichheiten zu vermeiden.