Die Nachhaltigkeitstransformation ist ein komplexer gesellschaftlicher Veränderungsprozess, der ein menschenwürdiges Leben für heutige und zukünftige Generationen innerhalb der ökologischen Grenzen sicherstellen soll. Dieser Beitrag diskutiert mögliche Governance-Ansätze zur Ermöglichung einer gerechten Transformation am Beispiel des Themenfeldes Mobilität bzw. der „Mobilitätswende“. Ausgehend von den Herausforderungen der Nachhaltigkeitstransformation im Mobilitätssektor wird beschrieben, wie Transformationsprozesse gerecht gestaltet werden können. Dabei werden drei zentrale Gerechtigkeitsdimensionen berücksichtigt: Verteilungsgerechtigkeit, prozedurale Gerechtigkeit und Anerkennungsgerechtigkeit. Diese stehen jedoch in einem Spannungsfeld zwischen einer schnellen und einer gerechten Transformation. Mobilitätsmanagement wird beispielhaft als interaktiver Governance-Ansatz vorgestellt, der Veränderungsprozesse initiieren und moderieren kann. Insbesondere die explizite Verhandlung von Zielen und deren Überprüfung im Rahmen von Evaluationen, die aus dem prozesshaften Charakter des Mobilitätsmanagements hervorgehen, tragen hierzu bei. Der Beitrag betont außerdem, dass für eine erfolgreiche Umsetzung die gezielte Einbeziehung benachteiligter Gruppen sowie eine differenzierte Analyse ihrer Mobilitätsbedürfnisse unerlässlich sind. Es wird verdeutlicht, dass ein Governance-Ansatz wie das Mobilitätsmanagement das Potenzial hat, komplexe Transformationsprozesse wie die Mobilitätswende so zu gestalten, dass sie wirksam, gerecht und inklusiv sind, indem es verschiedene gesellschaftliche Perspektiven berücksichtigt und ausbalanciert.

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Governance einer gerechten Transformation

  • Vivien Katharina Albers,
  • André Bruns

摘要

Die Nachhaltigkeitstransformation ist ein komplexer gesellschaftlicher Veränderungsprozess, der ein menschenwürdiges Leben für heutige und zukünftige Generationen innerhalb der ökologischen Grenzen sicherstellen soll. Dieser Beitrag diskutiert mögliche Governance-Ansätze zur Ermöglichung einer gerechten Transformation am Beispiel des Themenfeldes Mobilität bzw. der „Mobilitätswende“. Ausgehend von den Herausforderungen der Nachhaltigkeitstransformation im Mobilitätssektor wird beschrieben, wie Transformationsprozesse gerecht gestaltet werden können. Dabei werden drei zentrale Gerechtigkeitsdimensionen berücksichtigt: Verteilungsgerechtigkeit, prozedurale Gerechtigkeit und Anerkennungsgerechtigkeit. Diese stehen jedoch in einem Spannungsfeld zwischen einer schnellen und einer gerechten Transformation. Mobilitätsmanagement wird beispielhaft als interaktiver Governance-Ansatz vorgestellt, der Veränderungsprozesse initiieren und moderieren kann. Insbesondere die explizite Verhandlung von Zielen und deren Überprüfung im Rahmen von Evaluationen, die aus dem prozesshaften Charakter des Mobilitätsmanagements hervorgehen, tragen hierzu bei. Der Beitrag betont außerdem, dass für eine erfolgreiche Umsetzung die gezielte Einbeziehung benachteiligter Gruppen sowie eine differenzierte Analyse ihrer Mobilitätsbedürfnisse unerlässlich sind. Es wird verdeutlicht, dass ein Governance-Ansatz wie das Mobilitätsmanagement das Potenzial hat, komplexe Transformationsprozesse wie die Mobilitätswende so zu gestalten, dass sie wirksam, gerecht und inklusiv sind, indem es verschiedene gesellschaftliche Perspektiven berücksichtigt und ausbalanciert.