Dieser Artikel analysiert die Rolle der schulischen Klimabildung im Kontext der gegenwärtigen Herausforderungen des Klimawandels mit einem Fokus auf sogenannte ‚Klimaschulen‘. Bildungssysteme, insbesondere Schulen, sind zentrale Akteure in der Vermittlung von Umweltbewusstsein und der Förderung nachhaltigen Verhaltens. Der Whole School Approach (WSA) wird als Konzept vorgestellt, das alle Mitglieder der Schulgemeinschaft – v. a. Lehrkräfte, Schüler:innen, Verwaltung, Pädagog:innen, Schulbegleitungen, Servicepersonal und Eltern – einbezieht, um gemeinsam an einer Kultur der Nachhaltigkeit im sozialen Raum Schule zu arbeiten. Schulische Klimabildung entfaltet ihr Potenzial nicht nur im Unterricht, sondern auch durch konkrete Maßnahmen im Schulalltag, infrastrukturelle Anpassungen und den Einbezug der gesamten Gemeinschaft. Der Artikel beleuchtet die Notwendigkeit einer integrativen und umfassenden Klimabildung, die über einfache Wissensvermittlung hinausgeht. Aktuelle Initiativen, wie die Zertifizierung von ‚Klimaschulen‘ in Deutschland, unterstreichen die Bemühungen um eine effektivere Umsetzung. Dennoch bestehen Herausforderungen: das Streben nach einheitlicher Umsetzung, Ressourcenmangel und unzureichende Lehrerbildung. Kritisch wird die Gefahr des gesellschaftspolitischen ‚Greenwashings‘ gesehen sowie die Notwendigkeit hervorgehoben, Schulen als Orte gesellschaftlicher Transformation zu begreifen. Abschließend wird gefordert, jedem Schulsystem eine universelle Klimabildungsstrategie zu geben, um einen wirksamen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise zu leisten.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Klimaschulen in Deutschland

  • Michael Sach,
  • Susanne Heinicke,
  • Dietmar Höttecke

摘要

Dieser Artikel analysiert die Rolle der schulischen Klimabildung im Kontext der gegenwärtigen Herausforderungen des Klimawandels mit einem Fokus auf sogenannte ‚Klimaschulen‘. Bildungssysteme, insbesondere Schulen, sind zentrale Akteure in der Vermittlung von Umweltbewusstsein und der Förderung nachhaltigen Verhaltens. Der Whole School Approach (WSA) wird als Konzept vorgestellt, das alle Mitglieder der Schulgemeinschaft – v. a. Lehrkräfte, Schüler:innen, Verwaltung, Pädagog:innen, Schulbegleitungen, Servicepersonal und Eltern – einbezieht, um gemeinsam an einer Kultur der Nachhaltigkeit im sozialen Raum Schule zu arbeiten. Schulische Klimabildung entfaltet ihr Potenzial nicht nur im Unterricht, sondern auch durch konkrete Maßnahmen im Schulalltag, infrastrukturelle Anpassungen und den Einbezug der gesamten Gemeinschaft. Der Artikel beleuchtet die Notwendigkeit einer integrativen und umfassenden Klimabildung, die über einfache Wissensvermittlung hinausgeht. Aktuelle Initiativen, wie die Zertifizierung von ‚Klimaschulen‘ in Deutschland, unterstreichen die Bemühungen um eine effektivere Umsetzung. Dennoch bestehen Herausforderungen: das Streben nach einheitlicher Umsetzung, Ressourcenmangel und unzureichende Lehrerbildung. Kritisch wird die Gefahr des gesellschaftspolitischen ‚Greenwashings‘ gesehen sowie die Notwendigkeit hervorgehoben, Schulen als Orte gesellschaftlicher Transformation zu begreifen. Abschließend wird gefordert, jedem Schulsystem eine universelle Klimabildungsstrategie zu geben, um einen wirksamen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise zu leisten.