Bespielbare Freiräume wie Straßen, Plätze, Spiel- oder Pausenplätze haben eine große Bedeutung als Aufenthaltsorte für junge Menschen und für ihre gesunde Entwicklung. Bespielbare Freiräume sind Möglichkeitsräume für die selbstbestimmte Nutzung, für Begegnung, Bewegung oder kreatives Spiel. Kindern und Jugendlichen fehlen zunehmend bespielbare Freiräume als zentrale Elemente der bespielbaren Stadt. Denn die Art und Weise, wie Freiräume in Städten und Gemeinden räumlich über Planungsinstrumente, -grundlagen und -verfahren geplant und realisiert werden, ist zunehmend entkoppelt von den Nutzungsbedürfnissen junger Menschen. Durch lineare, auf fertig gestaltete Orte ausgerichtete und formalisierte Planungsprozesse sowie ressortorientiertes Verwaltungshandeln losgelöst von der Lebenswelt junger Menschen, gelingt die Planung bespielbarer kinder- und jugendgerechter Freiräume viel zu selten. Die Einnahme einer sozialräumlichen Perspektive bietet Städten und Gemeinden vielfältige Potenziale, die Bespielbare Stadt als Verflechtung von Orten, Menschen und ermöglichenden Strukturen zu planen, zu gestalten und zu entwickeln. Die Bespielbare Stadt als sozialräumliches Konzept ist nicht fertig geplant und gestaltet. Das Unfertige, Ungeplante zu planen, entfaltet vielmehr das Potenzial der Bespielbaren Stadt und bietet Möglichkeitsräume für vielfältige Wahrnehmung, Aneignung und Veränderung.

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Die Bespielbare Stadt – Empfehlungen für die Planung des Ungeplanten

  • Raimund Kemper

摘要

Bespielbare Freiräume wie Straßen, Plätze, Spiel- oder Pausenplätze haben eine große Bedeutung als Aufenthaltsorte für junge Menschen und für ihre gesunde Entwicklung. Bespielbare Freiräume sind Möglichkeitsräume für die selbstbestimmte Nutzung, für Begegnung, Bewegung oder kreatives Spiel. Kindern und Jugendlichen fehlen zunehmend bespielbare Freiräume als zentrale Elemente der bespielbaren Stadt. Denn die Art und Weise, wie Freiräume in Städten und Gemeinden räumlich über Planungsinstrumente, -grundlagen und -verfahren geplant und realisiert werden, ist zunehmend entkoppelt von den Nutzungsbedürfnissen junger Menschen. Durch lineare, auf fertig gestaltete Orte ausgerichtete und formalisierte Planungsprozesse sowie ressortorientiertes Verwaltungshandeln losgelöst von der Lebenswelt junger Menschen, gelingt die Planung bespielbarer kinder- und jugendgerechter Freiräume viel zu selten. Die Einnahme einer sozialräumlichen Perspektive bietet Städten und Gemeinden vielfältige Potenziale, die Bespielbare Stadt als Verflechtung von Orten, Menschen und ermöglichenden Strukturen zu planen, zu gestalten und zu entwickeln. Die Bespielbare Stadt als sozialräumliches Konzept ist nicht fertig geplant und gestaltet. Das Unfertige, Ungeplante zu planen, entfaltet vielmehr das Potenzial der Bespielbaren Stadt und bietet Möglichkeitsräume für vielfältige Wahrnehmung, Aneignung und Veränderung.