Europageschichten verkaufen sich nicht gut, das ist ein jedem Korrespondenten bekanntes Phänomen. Tatsächlich entzieht sich die Berichterstattung über die EU einfachen und bekannten Mustern. Es gibt kein Schwarz-Weiß, es gibt nur selten ein klares Freund-Feind-Schema und die Geschichten haben oft kein konkretes oder ein sehr spätes Ende, weil die Entscheidungsprozesse so lang sind. Zudem sind die Interessenslagen oft diffus, die Abläufe komplex. Damit umzugehen ist schwierig. Ein Publikum, das sich auskennt und mit EU-Themen zu tun hat, mag sich noch gewinnen lassen, doch was ist mit den vielen anderen Menschen, die wissen was die EU ist, sich aber mit den Details schwertun? Erklären ist ein Ansatz, vergleichen ein zweiter. Nutz- und Mehrwert herausarbeiten ein dritter und gerade die Aspekte des konstruktiven Journalismus eignen sich für die EU-Berichterstattung.

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Das Publikum erreichen Darstellungsformen und Zielgruppen

  • Michael Grytz

摘要

Europageschichten verkaufen sich nicht gut, das ist ein jedem Korrespondenten bekanntes Phänomen. Tatsächlich entzieht sich die Berichterstattung über die EU einfachen und bekannten Mustern. Es gibt kein Schwarz-Weiß, es gibt nur selten ein klares Freund-Feind-Schema und die Geschichten haben oft kein konkretes oder ein sehr spätes Ende, weil die Entscheidungsprozesse so lang sind. Zudem sind die Interessenslagen oft diffus, die Abläufe komplex. Damit umzugehen ist schwierig. Ein Publikum, das sich auskennt und mit EU-Themen zu tun hat, mag sich noch gewinnen lassen, doch was ist mit den vielen anderen Menschen, die wissen was die EU ist, sich aber mit den Details schwertun? Erklären ist ein Ansatz, vergleichen ein zweiter. Nutz- und Mehrwert herausarbeiten ein dritter und gerade die Aspekte des konstruktiven Journalismus eignen sich für die EU-Berichterstattung.