Zwischen Diskussion und Gesprächsverweigerung
摘要
Untersucht werden die diskursiven Deutungen drei unterbrochener universitärer Lehrveranstaltungen in den Jahren 1967, 1972 und 2019. Die rekonstruierten Deutungsmuster verweisen auf eine universitäre und eine gesellschaftliche Deutungsebene: Während die Störungen in den Jahren 1967 und 1972 primär als eine Unterbrechung der universitären Ordnung wahrgenommen wurden, erscheinen sie 2019 vorwiegend als eine Störung der gesellschaftlichen Ordnung. Daneben wird der veränderte universitäre und gesellschaftliche Kontext in der Bedeutung des Diskutierens deutlich: Während sie in den 1960/70er Jahren als widerständige Forderung dient, ist die Diskussion heute Teil des normativen Rahmens, gegen den sich der Protest richtet.