„Der Gleichwertigkeit Raum geben.“ Poetik und Politik des VR 360°-Dokumentarfilms
摘要
Welche Bedeutungen die Einbindung von 360°-Videotechnik in performative und dokumentarische Praktiken mit sich bringt, diskutiert der Filmemacher und Theaterregisseur Daniel Kötter im Interview mit Roman Mauer und Matthias Wittmann. Die Integration der Zuschauenden in den Ausstellungskontext, die ambivalente Produktivität von Immersion sowie die kolonialen Dimensionen des Blicks und Möglichkeiten, diese aufzubrechen, sind Gegenstand des Werkstattgesprächs und werden in Zusammenhang mit der technisch-medialen Anordnung der VR-Praxis sowohl für die Produktions-, als auch die Rezeptionsseite vertieft. Die Arbeiten Water & Coltan (2021) und Gold & Coal (2020) dienen als Ausgangspunkte für Fragestellungen und leiten durch das Gespräch, das zugleich die künstlerische Praxis Kötters sowie damit verbundene Theorien vorstellt und mit zeitgenössischer Nutzung von VR in Bezug setzt.