Der Artikel zeigt, wie Bram Stokers Dracula eine Doppelgänger-Konstellation zwischen den Kulturen entfaltet. Entscheidend ist dabei die Psycho-Logik des Schattens nach C.G. Jung: Der Graf verkörpert all das, was die viktorianischen Gentlemen aus ihrem Selbst-Bild exiliert haben. Während Dracula als „Monster“, „Scheusal“ oder „Teufel“ distanziert wird, offenbart sich auf symbolischer, sinnlicher und struktureller Ebene eine initiale Verbindung. Schließlich kommt es dabei zu einer negativen Integration des Schattens: Der Graf verschwindet als Mittler, wo die Gentlemen seine Züge ganz angenommen haben.

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Psycho-Logik des culture clash – Bram Stokers Dracula als Doppelgänger-Roman

  • Stefan Sonntagbauer

摘要

Der Artikel zeigt, wie Bram Stokers Dracula eine Doppelgänger-Konstellation zwischen den Kulturen entfaltet. Entscheidend ist dabei die Psycho-Logik des Schattens nach C.G. Jung: Der Graf verkörpert all das, was die viktorianischen Gentlemen aus ihrem Selbst-Bild exiliert haben. Während Dracula als „Monster“, „Scheusal“ oder „Teufel“ distanziert wird, offenbart sich auf symbolischer, sinnlicher und struktureller Ebene eine initiale Verbindung. Schließlich kommt es dabei zu einer negativen Integration des Schattens: Der Graf verschwindet als Mittler, wo die Gentlemen seine Züge ganz angenommen haben.