Dieser Aufsatz diskutiert drei Fälle, in denen die jüdische Gemeinde von Sevilla eine zentrale Rolle spielt, und zeigt die politische Lebendigkeit der kastilischen Juden ebenso wie die Bemühungen christlicher Eliten, deren Einfluss einzuschränken. Der Aufsatz argumentiert, dass sich diese Christen eines Narrativs bedienten, dem zufolge die Juden ihre privilegierte Stellung durch Manipulation des Königs erlangt hätten – ein Vorwurf, der es erlaubte, königliche Politik zu kritisieren, ohne die königliche Autorität offen infrage zu stellen. In der angespannten politischen Atmosphäre des 14. Jahrhunderts verstärkte jede Form jüdischen Einflusses die Vorstellung, sie hätten illegitime Macht an sich gezogen, und dass Gerechtigkeit ihre Rückverweisung auf einen untergeordneten Platz erfordere.

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„Die Wahrheit unterdrücken“: Ein christliches Narrativ von unrechtmäßiger jüdischer Macht in Sevilla vor 1391

  • Maya Soifer Irish

摘要

Dieser Aufsatz diskutiert drei Fälle, in denen die jüdische Gemeinde von Sevilla eine zentrale Rolle spielt, und zeigt die politische Lebendigkeit der kastilischen Juden ebenso wie die Bemühungen christlicher Eliten, deren Einfluss einzuschränken. Der Aufsatz argumentiert, dass sich diese Christen eines Narrativs bedienten, dem zufolge die Juden ihre privilegierte Stellung durch Manipulation des Königs erlangt hätten – ein Vorwurf, der es erlaubte, königliche Politik zu kritisieren, ohne die königliche Autorität offen infrage zu stellen. In der angespannten politischen Atmosphäre des 14. Jahrhunderts verstärkte jede Form jüdischen Einflusses die Vorstellung, sie hätten illegitime Macht an sich gezogen, und dass Gerechtigkeit ihre Rückverweisung auf einen untergeordneten Platz erfordere.